Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt
Zurück zur Startseite
Deutschland & Welt

154 Stunden: Berlin löst München als Stauhauptstadt ab | BR24

© dpa/Fabian Sommer

Fortbewegung nur im Schritttempo: der morgendliche Berufsverkehr auf der Prinzregentenstraße in München (Archiv)

Per Mail sharen

    154 Stunden: Berlin löst München als Stauhauptstadt ab

    Münchner Autofahrer stehen einer Studie zufolge in Bayern am längsten im Stau - durchschnittlich 140 Stunden im vergangenen Jahr. Damit war es nur in Berlin schlimmer. Nürnberg liegt mit 107 Stunden auf Platz sechs.

    Per Mail sharen

    Wer in München im vergangenen Jahr mit dem Auto unterwegs war, stand im Schnitt 140 Stunden im Stau. Damit bleibt die Landeshauptstadt Rekordhalter in Bayern. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Verkehrsinformationsanbieters Inrix hervor. Mit Nürnberg ist eine weitere bayerische Stadt unter den "Top Ten" der staureichsten Städte in Deutschland gelandet. 107 Stunden verbrachten Autofahrer dort durchschnittlich Stoßstange an Stoßstange. Die durchschnittliche Stauzeit der zehn staureichsten Städte in Deutschland liegt bei gut 120 Stunden.

    Rom, Paris und London: Deutlich mehr als 200 Stunden Stau

    Berliner Autofahrer brauchen laut der Studie bundesweit die meiste Geduld. Im vergangenen Jahr verloren sie im Schnitt 154 Stunden in dichtem Verkehr und Stau. Leidgeprüft sind auch die Hamburger, die 139 Stunden einbüßten. Deutsche Städte stehen aber noch recht gut da: Metropolen wie Rom, Paris, London oder Moskau liegen deutlich über 200 Stunden. Auf Platz eins weltweit ist nach wie vor die kolumbianische Hauptstadt Bogota. Dort stehen die Autofahrer durchschnittlich 272 Stunden im Stau.

    Längster Stau: Anschlusstelle Holzkirchen-Süd bis Inntal-Dreieck

    Zu Staus gibt es unterschiedliche Statistiken. Der Autofahrerverein ADAC etwa untersucht die Staulängen auf Autobahnen. Laut den Daten des ADAC baute sich der bundesweit längste Stau 2018 am Donnerstag, 26. April, in Bayern auf der A8 zwischen der Anschlussstelle Holzkirchen-Süd und dem Autobahndreieck Inntal auf: Hier ist über den Zeitraum von zehn Stunden hinweg ein Stau von bis zu 33 Kilometern entstanden. An diesem Tag wurde aufgrund eines italienischen Feiertags am Vortag am Grenzübergang Kiefersfelden von den Tiroler Behörden je Stunde nur eine begrenzte Anzahl an Lkw durchgelassen.

    Daten stammen von Autoherstellern und Verkehrsbehörden

    Insgesamt ist von der Länge der Staus das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen ist am stärksten belastet. Im Gegensatz zu den ADAC-Auswertungen zu den Staulängen auf den deutschen Autobahnen hat das Unternehmen Inrix Städte im Blick und dort alle Straßen. Die Daten kommen von Autoherstellern und Verkehrsbehörden. Verglichen wird die durchschnittliche Fahrtdauer mit der schnellstmöglichen Verbindung.

    Zähfließender Verkehr erhöht Zeitverlust

    Inrix erfasste 2018 anders als in den Vorjahren nicht nur die Zeit, die Autofahrer im Stau verbrachten, sondern auch die Zeit in zähfließendem Verkehr. Dadurch erhöhte sich der durchschnittliche Zeitverlust gegenüber 2017 deutlich. Auf vergleichbarer Basis gerechnet sei die Belastung aber gesunken, betonte das Institut.

    Mehr zum Thema
    • Mobilitätsplan für München: Wege aus dem Verkehrschaos?
    • Faltbares E-Auto gegen Parkplatzmangel
    • Reisewelle - Tipps vom Stauberater
    Autor
    • Nadja Stempel
    Schlagwörter