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125 Jahre Deutsche Bank in Bayern | BR24

© pa/dpa/Scholz

Die Deutsche Bank in München, aufgenommen 1987 (Archivfoto)

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    125 Jahre Deutsche Bank in Bayern

    Konkurrenz belebt das Geschäft, das gilt sicher auch für den bayerischen Bankenmarkt. Heute stellt die Deutsche Bank, eigentlich ein Frankfurter Geldhaus, ihre Chronik zur 125-jährigen Geschichte in Bayern vor. Von Margit Siller

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    Die lukrativste Kundschaft sind große Familienunternehmen und Dax-Konzerne und genau um deren Gunst kämpfen die bayerische Landesbank und die Deutsche Bank.

    Ausbau der Infrastruktur

    Als erste der Berliner Großbanken wagte die Deutsche Bank 1892 den Schritt von Preußen nach Bayern. Immer wieder kursierten deshalb Gerüchte, es werde heimlich Kapital von Bayern nach Preußen geschafft. Um dies zu entkräften, beteiligte sich die Deutsche Bank besonders gern an prestigeträchtigen Projekten zur Energieversorgung und zum Ausbau der Infrastruktur im Freistaat.

    Anatolische Gerste für bayerisches Bier

    Dass die international aufgestellte Bank mithalf, die Position der bayerischen Wirtschaft über viele Jahrzehnte zu festigen, das zieht sich wie ein roter Faden durch die 84 Seiten Firmengeschichte, die nun vorgelegt werden. So finanzierte sie etwa den Kauf hochwertiger Gerste aus Kleinasien, um die Bierbrauer zu unterstützen.

    Zwischen Hyperinflation und BMW-Krise

    Dass sich die Deutsche Bank im Jahr 1915 mit zehn Prozent an den neugegründeten "Bayerischen Geschützwerken" in München-Freimann beteiligte; das zeigt, welchen Druck die Politik ausüben konnte. Hyperinflation und Börsenbeben in den 1920er-Jahren, die Zerschlagung nach dem zweiten Weltkrieg – und die BMW-Krise im Jahr 1956 - all das waren große Herausforderungen für das Geldhaus.

    Heute sind an 49 weiß-blauen Standorten noch 1.100 Mitarbeiter beschäftigt; die meisten kümmern sich allerdings um die private Kundschaft.