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100m-Büffel-Lauf: Jockey schlägt Usain Bolts Weltrekord | BR24

© picture-alliance/ dpa

Flitzen bis die Tropfen spritzen: traditioneller Kambala-Büffel-Lauf

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    100m-Büffel-Lauf: Jockey schlägt Usain Bolts Weltrekord

    Schneller als Usain Bolt? Kaum vorstellbar, dass jemand den Fabel-Weltrekord des Jamaikaners unterbietet. Erst recht kein Amateur, der nicht die Trainingsbedingungen wie der Top-Athlet hat. Dennoch scheint es passiert zu sein.

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    Spitzen-Sprinter Usain Bolt hat möglicherweise Konkurrenz. Ein Bauarbeiter und Kambala-Jockey aus dem südindischen Bundesstaat Karnataka erlangte quasi über Nacht Weltruhm. Mit seinem sensationellen Lauf über 142,50 Meter in nur 13,62 Sekunden konnte der 28-jährige Srinivasa Gowda ein traditionelles Büffelrennen gewinnen.

    Der Jockey lief die 100 Meter damit umgerechnet in nur 9,55 Sekunden – begleitet von zwei Büffeln. Zum Vergleich: Bolts Weltrekordsprint über 100 Meter liegt bei 9,58 Sekunden.

    Bolt versus Gowda - Ein Duell der Zukunft?

    Offiziell gebrochen ist Usain Bolts Rekord damit jedoch nicht, da das Rennen auf einem matschigen Feld stattfand und deshalb Abweichungen bei der exakten Zeitmessung passiert sein könnten. Die Zeit reichte aber zumindest aus, um Srinivasa Gowda zum schnellsten Läufer in der Geschichte des traditionellen Sports der indischen Küstenregion zu machen.

    "Der Verdienst meines Erfolgs sollte auch meinen beiden Büffeln gelten. Sie liefen sehr gut. Ich habe sie gejagt oder gefahren." Srinivasa Gowda, Kambala-Jockey

    Was ist Kambala?

    Kambala ist eine traditionelle Sportart, die ihren Ursprung im südindischen Bundesstaat Karnatakas hat. Grob übersetzt bedeutet der Name in der lokalen Sprache Tulu etwa "schlammiges Reisfeld". Und genau durch dieses müssen die Teilnehmer rennen - auf einer Strecke von maximal 142 Metern - begleitet von zwei aneinander gebundenen Büffeln.

    Der Sport ist allerdings umstritten und wurde in der Vergangenheit von Tierrechtsgruppen stark kritisiert.