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Demo gegen rechte Hetze in Hamburg.
© dpa-Bildfunk / Markus Scholz
© dpa-Bildfunk / Markus Scholz

Demo gegen rechte Hetze in Hamburg.

Bei den Organisatoren der "Merkel muss weg"-Demonstration handelt es sich nach Angaben des Hamburger Verfassungsschutzes um Rechtsextremisten, die auch Verbindungen zur AfD unterhalten sollen. Knapp 180 Menschen fanden sich zu der Kundgebung ein.

Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Chemnitz war die Polizei mit knapp 1.000 Beamten vor Ort. Die Hamburger Einsatzkräfte wurden von Kollegen aus Berlin, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und von der Bundespolizei unterstützt.

Protestrufe deutlich lauter

Anmelder der Gegendemonstrationen waren die Bündnisse "Hamburger Stimmen für Vielfalt" und "Mittwochs gemeinsam gegen rechte Hetze". Die Kundgebung wurde von lauten Protestrufen der Gegendemonstranten deutlich übertönt.

Nur vereinzelt Linksextremisten

Der Verfassungsschutz hatte in diesem Zusammenhang auch vor Mobilisierungen gewaltbereiter Linksextremisten gewarnt. Die Teilnehmer bildeten eine bunte Mischung größtenteils aus offenkundig studentischem und bürgerlichem Lager. Nur vereinzelt waren Anhänger der linksextremen autonomen Szene auszumachen.

Zwischen Februar und April hatte es bereits zehn "Merkel muss weg"-Kundgebungen in Hamburg gegeben - ebenfalls mit geringer Teilnehmerzahl und immer deutlich stärkerem Gegenprotest. "Wir kommen wieder", riefen die Teilnehmer am Mittwochabend den Gegendemonstranten zu, als sie von der Polizei gesichert den Gänsemarkt verließen.