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Turnschuhe als Geldanlage

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1,8 Millionen Dollar: Wenn Turnschuhe eine Geldanlage sind

Yeezy – nicht nur ein Spitzname des US-Rappers Kanye West - so heißt auch der teuerste Turnschuh der Welt. 1,8 Millionen Dollar haben die schwarzen Nikes, die der Musiker bei der Grammy-Verleihung 2008 getragen hat, nun bei einer Auktion erzielt.

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Von
  • Dominik Einzel
  • Peter Mücke

Mit Turnschuhen im klassischen Sinne haben sie nichts mehr zu tun. "Sneakers", der englische Sammelbegriff für Sportschuhe, beschreibt Schuhmode, die zum Sport oder auch im Alltag getragen wird. Ein Paar dieser "Sneaker" sind beim New Yorker Auktionshaus Sothebys für 1,8 Millionen US-Dollar versteigert worden. US-Rapper Kanye West hatte sie bei der Grammy Verleihung 2008 getragen.

Turnschuhe als Geldanlage

"Yeezy 1"heißt der schwarze, knöchelhohe Lederturnschuh, der durch die Auktion zum teuersten Turnschuh der Welt geworden ist. Sagenhafte 1,8 Millionen Dollar hat der Käufer für die ziemlich unspektakulären Nikes ausgegeben. Dass für seltene Sneaker von Sammlern hohe Preise bezahlt werden, ist nicht neu - Gerome Sapp, der die Schuhe für seine Firma "Rares" ersteigert hat, sieht sie als Geldanlage. Sein Geschäftskonzept ist simpel: "Wir kaufen den Turnschuh, du kaufst Anteile daran. Wenn der Wert des Schuhs steigt, dann steigt auch der Wert deiner Anteile. Und am Ende gewinnen alle".

Wachsender Markt: Turnschuh-Investment

Experten erwarten, dass der "Sneaker"-Sammler-Markt von derzeit zwei Milliarden in den kommenden Jahren auf 30 Milliarden Dollar wachsen wird. Im vergangenen Jahr wechselten ein Paar Basketballschuhe von Michael Jordan den Besitzer, die der Basketballer 1985 bei einem Spiel in Italien trug. Preis: 615.000 Dollar.

"Das ist bei Turnschuhen genauso wie bei anderen Sammlerstücken, wie Briefmarken oder Münzen. Je seltener etwas ist, umso höher ist der Wert – jedenfalls für einen Sammler", sagt Matt Powell, der als Berater für die Sportindustrie arbeitet.

Können Turnschuhe Kunst sein?

Der neue Eigentümer der Yeezy-Sneaker Gerome Sapp geht sogar noch einen Schritt weiter: Man müsse den Schuh als Kunstwerk betrachten, dann könne man das verstehen. Ob Turnschuhe wirklich 1,8 Millionen Dollar wert seien, müsse man jemanden fragen, der Geld für einen Picasso ausgebe, meint Sapp.

Immerhin wurden die Schuhe im New Yorker Auktionshaus Sothebys versteigert - dort kamen auch schon große Kunstwerke unter den Hammer.

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