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EU-weite Statistik Deutschland gewährt am häufigsten Asyl

Deutschland hat 2017 erneut mit Abstand den meisten Asylbewerbern in der EU Schutz gewährt. Laut Statistikbehörde Eurostat, wurden EU-weit 538.000 Menschen als schutzberechtigt anerkannt - 60 Prozent davon in Deutschland.

Stand: 19.04.2018

Schattenrisse von Menschen auf einer Brücke | Bild: picture-alliance/dpa

Deutschland hat im vergangenen Jahr mehr Menschen Asyl oder einen anderen Schutzstatus gewährt als alle anderen 27 EU-Staaten zusammen. 60 Prozent der positiven Entscheidungen in der Europäischen Union seien in der Bundesrepublik getroffen worden, so das europäische Statistikamt Eurostat in Luxemburg. Das waren 325.400 von insgesamt 538.000. Es folgen mit weitem Abstand Frankreich mit 40.600, Italien mit 35.100, Österreich mit 34.000 und Schweden mit 31.200 positiven Schutzbescheiden.

EU-weit ging die Zahl der neuen Anerkennungen von Schutzsuchenden im Vergleich zum Vorjahr um fast 25 Prozent zurück. Die meisten von ihnen kamen aus drei Krisenstaaten: 33 Prozent aus Syrien, 19 Prozent aus Afghanistan und 12 Prozent aus dem Irak.

Jeder zweite bekam Flüchtlingsstatus

Von den Personen, denen in der EU der Schutzstatus zuerkannt wurde, erhielt jeder zweite Flüchtlingsstatus; 189.000 erhielten subsidiären Schutz und 77.500 eine Aufenthaltserlaubnis aus humanitären Gründen.

Die Anerkennungsquote hing dabei vom aufnehmenden Land und der Staatsbürgerschaft der Asylbewerber ab. In erster Instanz reichte die Chance auf eine Anerkennung in der EU von rund 5 Prozent für albanische Staatsbürger bis zu 94 Prozent für Syrer und 92 Prozent für Bürger aus Eritrea.


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