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Exportwirtschaft Deutsche Firmen blicken nach Afrika

Deutsche Firmen sind seit Jahren Exportweltmeister. Nur auf dem afrikanischen Kontinent spielt "Made in germany" bisher eine Nebenrolle. Das soll sich in Zukunft ändern. Die hiesige Industrie sieht in Afrika mittlerweile milliardenschwere Potenziale - unter anderem bei der Stromversorgung. Von Stephan Lina

Von: Stephan Lina

Stand: 08.05.2017

Stromversorgung in Somaliland | Bild: pa/dpa/Yannick Tylle

Trotz vieler Probleme: Afrikas Wirtschaft bewegt sich. Länder wie Nigeria haben eine große und weiter wachsende Bevölkerung, immer mehr Menschen schaffen den Sprung in die Mittelschicht. Davon profitierten in den vergangenen Jahren insbesondere Chinas Unternehmen. Sie sicherten sich mit Unterstützung Pekings Großaufträge.

Jetzt ziehen deutsche Firmen nach: Siemens zum Beispiel will in den kommenden Jahren eine Milliarde Euro in den Ausbau von Afrikas Stromversorgung investieren. Das soll den Grundstein für eine bessere Industrialisierung legen. Auch der Siemens-Konkurrent ABB meldete vor wenigen Tagen einen Großauftrag für ein Stromprojekt im Kongo.

Die Lufthansa wiederum hat zuletzt ihre Präsenz in Afrika vergrößert. Durch die Übernahme der belgischen Brussels Airlines verfügt sie nun über zahlreiche Verbindungen auf den Kontinent. Viele der dortigen Flughäfen werden in den kommenden Jahren zudem modernisiert. Hier hofft die Beratungssparte des Münchener Flughafens auf neue Aufträge.


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