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Alexis Tsipras am Wahlabend

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    Tsipras will mit Links-Rechts-Koalition neu starten

    Das Linksbündnis von Ministerpräsident Alexis Tsipras hat die vorgezogene Parlamentswahl in Griechenland gewonnen, klar vor der konservativen Nea Demokratia. Tsipras will mit den Rechtspopulisten wieder eine Koalition eingehen.

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    Das Linksbündnis Syriza hat nach einem ersten inoffiziellen Zwischenergebnis die Parlamentswahl in Griechenland am Sonntag mit klarem Vorsprung gewonnen. Ex-Ministerpräsident Tsipras hat sich bereits mit dem Vorsitzenden der Unabhängigen Griechen (Anel), Panos Kammenos, geeinigt. Das bestätigten Syriza-Vertreter und der bisherige Verteidigungsminister und Anel-Chef. Die Links-Rechts-Koalition hatte das Land bereits nach der Wahl im Januar für sieben Monate regiert.

    Alexis Tsipras bedankte sich bei seinen Wählern und erklärte, dass Griechenland wegen des Sparprogramms schwere Zeiten vor sich habe:

    "Griechenlands Volk hat uns ein klares Mandat gegeben, im In- und Ausland für den Stolz unseres Volkes zu kämpfen. Es gibt keine magischen Lösungen, um aus der Krise zu kommen, (...) Wir werden aber die sozial Schwachen schützen." Alexis Tsipras

    Nach Auszählung von knapp 49 Prozent der Stimmen lag die Syriza mit 35,6 Prozent vorne. Ihr größter Herausforder, die konservative Nea Dimokratia (ND), kam auf 28 Prozent der Stimmen. Ihr Parteichef Evangelos Meimarakis hatte seine Niederlage bereits früh am Abend eingeräumt.

    "Ich gratuliere Herrn (Alexis) Tsipras und fordere ihn auf, seine Regierung zu bilden." Evangelos Meimarakis

    Die rechtspopulistische Anel - der frühere und wohl auch zukünftige Koalitionspartner - kommt nach dem Zwischenergebnis auf 3,7 Prozent der Stimmen. Die Syriza hätte nach Angaben des Innenministeriums auf Basis der Auszählung 144 Sitze im Parlament, die Anel 10. Für eine absolute Mehrheit sind 151 der 300 Sitze des Parlaments notwendig.

    Die panhellenische sozialistische Bewegung (Pasok) und die kleine demokratische Linke (Dimar), die für die Wahl ein Bündnis gebildet hatten, liegen bei 6,5 Prozent, die Kommunisten bei 5,5 Prozent. Die Partei der politischen Mitte To Potami kommt auf rund 3,8 Prozent. 

    Die Neuwahl war nötig geworden, weil Tsipras am 20. August seinen Rücktritt als Ministerpräsident erklärt hatte - um die Gegner in der eigenen Partei loszuwerden und sich ein stabiles Mandat der Wähler zu sichern. Die Syriza hatte sich über die den Gläubigern zugesagte Sparpolitik gespalten.

    Wahlberechtigt waren rund 9,8 Millionen Menschen.

    Von
    • B5-TechA
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