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Tränengas und Blendgranaten gegen Flüchtlinge | BR24

© Reuters (RNSP)/Stoyan Nenov

Tränengaseinsatz gegen Flüchtlinge an mazedonischer Grenze

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    Tränengas und Blendgranaten gegen Flüchtlinge

    An der abgeriegelten Grenze zu Griechenland haben mazedonische Polizisten Tränengas gegen Hunderte Flüchtlinge eingesetzt. Die Hilfesuchenden hatten auf der griechischen Seite des Grenzübergangs Idomeni versucht, die Absperrungen zu durchbrechen.

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    Auch Blendgranaten seien zum Einsatz gekommen, um die Menschen abzuwehren, teilte die griechische Polizei mit. Griechische Sicherheitskräfte hätten nicht eingegriffen. Etwa 500 Migranten hatten an verschiedenen Stellen versucht, die Barrikaden zu stürmen. Einige Personen seien zusammengebrochen.

    Die mazedonische Polizei bestätigte Vorfälle an der Grenze. Für den Einsatz von Tränengas machte sie aber die griechischen Kollegen verantwortlich.

    Flugblatt ruft zu Sturm der Grenze auf

    Die Ausschreitungen waren erwartet worden, nachdem gestern im Flüchtlingslager Idomeni arabischsprachige Flugblätter verteilt worden waren, in denen die Bewohner des wilden Lagers zum "Marsch auf die mazedonische Grenze" aufgerufen worden waren. In dem Grenzort sitzen seit Wochen mehr als 11.000 Menschen fest, weil die Fluchtroute über den Balkan nach Westeuropa abgeriegelt worden war.