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Demonstrationen in Berlin - AfD Gegner machten ein buntes Fest.

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Mit Techno und Booten: Tausende gegen AfD-Demo

25.000 Menschen sind in Berlin auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen eine Demonstration der AfD zu setzen. Der Protest war bunt - und laut! Dem Aufruf der AfD folgten mehr als 5.000 Menschen.

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Tausende Gegner der AfD haben eine Demonstration der Partei durch das Berliner Regierungsviertel mit friedlichem Protest begleitet. Es gab keine Zusammenstöße mit linksautonomen AfD-Gegnern, wie von manchen befürchtet. Die Polizei sprach von einem "weitgehend störungsfreien" Verlauf.

Technoumzug mit Musikwagen gegen AfD

Ein von der Berliner Clubszene organisierter Umzug von rund 30 Musikwagen zog über die Siegessäule zur Straße des 17. Juni. "AfD wegbassen" lautete das Motto der lautstarken Karawane, die sich teilweise entlang der Strecke der einstigen Berliner Loveparade am Tiergarten bewegte.

Auch am Potsdamer Platz und in der Nähe des Hauptbahnhofs trafen sich Techno-Fans, um ihren Protest mit Musik lautstark zu äußern. Die Organisatoren sprachen von 10.000 Teilnehmern allein an der Straße des 17. Juni. Rund 20 Boote und Flöße waren auf der Spree unter lauter Elektromusik von Berlin-Friedrichshain in Richtung Hauptbahnhof gefahren.

Am Ende dröhnte am Brandenburger Tor David Hasselhoff aus den Lautsprechern. Zum Abschluss ihrer Demonstration ließ die AfD den Hit des Baywatch Stars "Looking for Freedom" laufen - gegen die wummernden Bässe der Gegendemonstranten in der Ferne. Die Polizei war mit 2.000 Beamten im Einsatz.

AfD-Chef Meuthen nennt Merkel Zynikerin der Macht

Auf der Abschlusskundgebung vor rund 5000 Teilnehmern nannte der AfD-Bundesvorsitzende Jorg Meuthen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine "Hohepriesterin des Zynismus der Macht". Mit ihrer Flüchtlingspolitik werde „Deutschland buchstäblich hergeschenkt“. Co-Vorsitzender Alexander Gauland sagte, die etablierten Parteien "lieben die Fremden, nicht uns, nicht euch, nicht die Deutschen". Der Protest werde so lange anhalten, bis die AfD die Verantwortung übernehme.

AfD kritisiert Flüchtlingspolitik und "Herrschaft des Islams in Deutschland"

Die Polizei hatte den Platz abgeriegelt, Gegendemonstranten aber in Sichtweite gehalten. Immer wieder wurden aus der AfD-Demonstration heraus Rufe gegen Merkel, Flüchtlinge und Ausländer laut. Bundesvorstandsmitglied Beatrix von Storch sagte zum Auftakt: Die Herrschaft dieses Islam in Deutschland ist nichts anderes als die Herrschaft des Bösen.

CSU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer nennt AfD-ler Bedrohung

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer kritisierte die AfD scharf. Sie bringe den Antisemitismus in die Parlamente, schrieb sie für die Zeitung "Bild am Sonntag" in einem Gastbeitrag:

"Alte Nazis, Neonazis und Rechtspopulisten. Sie sehen den Menschen nicht in seiner Würde als Individuum. Diese Leute sind eine Bedrohung für jüdisches Leben in Deutschland." Annegret Kramp-Karrenbauer

"Polit-Putze" vor Beginn der AfD-Demo des Platzes verwiesen

Noch vor Beginn der AfD-Demonstration forderte die Polizei auf Geheiß der Veranstalter eine ältere Berlinerin zum Verlassen des Platzes auf. Sie stand alleine unter den AfD-Anhängern und hielt ein Schild mit der Aufschrift "A bartig, F ies, D ämlich" hoch. Eine Polizeisprecher bestätigte, dass eine Frau in Handschellen abgeführt worden sei. Dabei handelt es sich um Irmela Mensah-Schramm, eine als "Polit-Putze" bekannt gewordene Aktivistin, die Aufkleber und Schmierereien von Rechten entfernt. Sie habe sich geweigert, den Platz zu verlassen. Die Polizei erklärte den Schritt mit dem Versammlungsrecht und dem ungestörten Verlauf von Demonstrationen.

So waren insgesamt rund 30.000 Menschen in Berlin bei den Demonstrationen auf der Straße. Für die AfD mehr als 5.000, auf den Gegendemonstrationen rund 25.000.