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    Schlagzeilen BR24/9

    Rettung von Jungen-Fußballmannschaft in Thailand hat begonnen +++ Söder verteidigt Wortwahl "Asyltourismus" +++ Herrmann fordert Frontex-Mission in Slowenien +++ Seehofer hält Asylstreit mit Merkel für beendet +++ 60 Tote bei Unwettern in Japan

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    In Thailand hat die Rettung der in einer Höhle festsitzenden Jugendfußballmannschaft begonnen. Die Jungen seien sowohl körperlich als auch psychisch für das riskante Tauchmannöver bereit, hieß es. Jeweils zwei Taucher begleiten jeden Jungen. Für die Strecke brauchen professionelle Taucher bis zu sechs Stunden. Dabei ist der kürzeste Tauchabschnitt zehn Meter lang, gilt aber als besonders gefährlich; an dieser Stelle war vorgestern ein professioneller Taucher ums Leben gekommen. Der längste Tauchabschnitt ist über 400 Meter lang; auch hier ist es an vielen Stellen sehr eng und schlammig. Wie lange es dauern wird, alle Jungen zwischen elf und 16 Jahren und den 25-jährigen Trainer aus der Höhle zu holen, ist völlig offen.

    Bayerns Ministerpräsident Söder hat seine umstrittene Wortwahl im Asylstreit verteidigt. Mit Verweis auf den von ihm benutzten Begriff "Asyltourismus" sagte Söder in einem Zeitungsinterview, die Bürger hätten kein Verständnis dafür, dass Menschen wieder nach Deutschland kämen, die bereits mit einem Einreiseverbot belegt sind. Ein Großteil frage sich außerdem, wieso jemand, der einen Asylantrag in Spanien gestellt hat, sein Verfahren in Deutschland betreiben soll.

    Der bayerische Innenminister Herrmann fordert den Einsatz europäischer Grenzschützer in Slowenien. Der CSU-Politiker sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, die EU solle die Schengen-Außengrenze zwischen Slowenien und Kroatien mit einer eigenen Frontex-Mission schützen. Herrmann will damit die - Zitat - "Ströme über den Westbalkan eindämmen". Außerdem sollen Migranten aufgehalten werden, die über Tschechien nach Bayern kommen. Von dort verzeichne man eine Zunahme illegaler Einreisen, so Herrmann. An der Grenze zu Tschechien und zu Österreich wird künftig auch die bayerische Grenzpolizei unterwegs sein. Ministerpräsident Söder erklärte in der "Welt am Sonntag", dass die 1.000 Beamten auch an der grünen Grenze und an den bisher nicht kontrollierten Grenzübergängen kontrollieren werden.

    CSU-Chef Seehofer hält den Konflikt mit Kanzlerin Merkel über die Asylpolitik für beendet. Seehofer sprach in der "Bild am Sonntag" von einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Bundeskanzlerin, es habe aber keinerlei persönliche Herabsetzung gegeben. Er könne weiter vertrauensvoll mit Merkel zusammenarbeiten. Zu keinem Zeitpunkt sei der Fortbestand der Regierung in Frage gestellt gewesen, stellte Seehofer klar. Weiter betonte der Bundesinnenminister, er erwarte nach dem Kompromiss der großen Koalition einen spürbaren Rückgang der Asylbewerberzahlen.

    Nach den schweren Unwettern im Süden Japans ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 65 gestiegen. Sie sind von Wassermassen und Schlammlawinen in den Tod gerissen worden. Weitere 45 Menschen werden außerdem vermisst. Besonders betroffen ist die Millionenstadt Hiroshima. Japans Regierungschef Abe sprach von einer "sehr ernsten Lage". Die Helfer seien im Wettlauf mit der Zeit. Hunderttausende Haushalte sollen nun evakuiert werden.