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    Schlagzeilen BR24/9

    Seehofer verhandelt mit Kurz über Flüchtlingspolitik +++ Oppermann sieht Merkel und Seehofer "massiv beschädigt" +++ Neue Nowitschok-Vergiftung gibt Rätsel auf +++ Regen gefährdet Rettung in Thailand +++ Gravierende Mängel auf Flusskreuzfahrtschiffen

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    Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will heute in Wien mit der österreichischen Regierung über ein Abkommen zur Rücknahme von Flüchtlingen verhandeln. Kurz vor dem Besuch Seehofers hat Österreich bekräftigt, keine Lösung des deutschen Asylstreits zu seinen Lasten zu akzeptieren. "Es kann ja nicht sein, dass wir jetzt in Österreich plötzlich für die Fehler der deutschen Politik bestraft werden sollen", so Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ).

    Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) sieht Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Innenminister Horst Seehofer (CSU) trotz der Einigung im Asylstreit "massiv beschädigt". "Auch das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie hat stark gelitten", sagte Oppermann. Profitieren würden davon nur die Falschen, nämlich die AfD. "Wenn Seehofers Manöver zum Ziel hatte, der AfD Wählerinnen und Wähler abzujagen, dann ist der Schuss voll nach hinten losgegangen", sagte der frühere SPD-Fraktionschef. 

    Die beiden in Lebensgefahr schwebenden Briten waren dem Nervengift Nowitschok ausgesetzt. Das ergaben Testergebnisse des Chemie-Labors des britischen Militärs, wie der Leiter der britischen Terrorabwehr sagte. Unklar sei, ob sich jemals feststellen lasse, ob das Gift aus derselben Charge wie im Fall Skripal stamme. Dies müssten nun die Experten untersuchen. Bislang deute nichts darauf hin, dass die beiden Opfer "auf irgendeine Weise gezielt angegriffen" wurden. Die beiden waren am Samstag bewusstlos in der Nähe von Salisbury gefunden worden, wo im März auch der russische Ex-Doppelagent Skripal und seine Tochter vergiftet worden waren.

    Neue Regenfälle könnten die Rettung der seit fast zwei Wochen in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jugendfußballer und ihres Trainers weiter verzögern. "Wir warten jetzt auf eine Einschätzung der Wetterlage durch die Meteorologen und eine Beurteilung der körperlichen Verfassung der Jungen durch die Rettungseinheit", sagte der Chef der Rettungsmission, Narongsak. Wenn es eine 90-Prozent-Chance gebe, die Jungs mit Tauchern sicher herauszubringen, werde man es wagen.

    Endlose Arbeitstage, Hungerlöhne, Ausbeutung - Recherchen des Bayerischen Rundfunks zeigen, dass dies Alltag zu sein scheint auf bayerischen Flusskreuzfahrtschiffen. Die Ermittler stießen bei Kontrollen erneut auf gravierende Mängel. Festgestellt wurden unter anderem schwere Verstöße gegen das Mindestlohngesetz. Statt der vorgeschriebenen 8,84 Euro brutto erhielten Crewmitglieder nur rund 2,80 Euro brutto pro Stunde.