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Schlagzeilen: BR24/09 | BR24

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    Schlagzeilen: BR24/09

    Hintergrund für Todesfahrt in Münster weiter unklar +++ Berichte: Dutzende Tote bei Chemiewaffenangriff in Syrien +++ Parlamentswahl in Ungarn begonnen +++ Streit um Familiennachzug für Flüchtlinge +++ Zahl der Rettungseinsätze in Bayern steigt

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    Nach der tödlichen Attacke mit einem Campingbus in Münster suchen die Ermittler weiter nach dem Tatmotiv. "Die Ermittlungen werden mit Hochdruck und in alle Richtungen geführt", erklärte die Staatsanwaltschaft am Morgen. Der Fahrer war gestern mit seinem Fahrzeug in eine Restaurantterrasse gerast. Eine 51-jährige Frau und ein 65-jähriger Mann wurden nach Angaben der Polizei getötet. Der Täter, den die Polizei als 48-Jährigen aus Münster identifizierte, erschoss sich anschließend in dem Wagen. Medien berichteten von psychischen Problemen des Mannes. Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.

    Aus Syrien gibt es erneut Berichte über einen Giftgasangriff mit Dutzenden Toten. Bei den schweren Luftangriffen auf die von Rebellen gehaltene Stadt Duma in der Region Ost-Ghuta seien chemische Bomben eingesetzt worden, teilten die Hilfsorganisationen Syrian American Medical Society (SAMS) und Weißhelme mit. Die Organisation SAMS sprach von mindestens 41 Todesopfern, die Weißhelme sogar von 150. Syrische Staatsmedien wiesen die Vorwürfe zurück.

    In Ungarn hat am Morgen die Parlamentswahl begonnen. Die knapp acht Millionen Wahlberechtigten stimmen über eine weitere Amtszeit des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Viktor Orban ab. Letzte Umfragen lassen erwarten, dass der seit 2010 regierende Orban und seine Partei Fidesz erneut eine Mehrheit im Budapester Parlament bekommen. Hinter Fidesz liegen in den Umfragen die rechtsextreme Partei Jobbik und die linken Sozialisten. Die Wahllokale schließen um 19.00 Uhr.

    Der seit Tagen schwelende Streit zwischen Union und SPD zum Familiennachzug von Flüchtlingen nimmt kurz vor der Kabinettsklausur in Meseberg an Schärfe zu. SPD-Vize Ralf Stegner betonte in der "Bild am Sonntag", seine Partei werde eine Verkleinerung des Kontingents "definitiv nicht mitmachen". Wenn in einem Monat weniger als 1.000 Angehörige kommen, dann müssten die nicht genutzten Plätze auf andere Monate übertragen werden können. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt betonte dagegen, eine Übertragung des Kontingents auf andere Monate komme nicht in Frage: "Die SPD-Einwanderungs-Agenda in unsere Sozialsysteme widerspricht dem Koalitionsvertrag und hat in dieser Koalition keinen Platz."

    In Bayern wird immer öfter der Rettungsdienst gerufen. Der aktuellste verfügbare Rettungsdienstbericht weist für die Jahre 2007 bis 2016 einen Anstieg der Notfälle um 54 Prozent aus - auf mehr als eine Million. Seitdem habe sich diese Entwicklung fortgesetzt, sagte der Rettungsdienstleiter beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK), Thomas Stadler. Ein Grund für den Anstieg sei das zunehmende Alter in der Bevölkerung. Es komme aber auch immer öfter vor, dass Patienten die Notfall-Nummer 112 rufen, obwohl sie eigentlich bei Hausärzten oder beim Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung an der richtigen Stelle wären. Die Bereitschaftsdienst-Nummer 116 117 können Patienten bei nicht lebensbedrohlichen Gesundheitsproblemen anrufen.