BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Schlagzeilen BR24/20 | BR24

© BR

BR24-Logo

Per Mail sharen
Teilen

    Schlagzeilen BR24/20

    Klöckner beharrt vor Dürre-Nothilfen auf Erntebilanz +++ Iran reagiert skeptisch auf Trumps Gesprächsangebot +++ Kritik an Klimaschutz-Beschlüssen der Staatsregierung +++ BMW baut Werk in Ungarn +++ Münchner Flughafen-S-Bahn fährt wieder durchgehend

    Per Mail sharen
    Teilen

    Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) beharrt trotz lauter werdender Rufe nach schnellen Dürre-Hilfen für die Bauern auf einer gründlichen Erntebilanz. "Das ist Steuerzahlergeld, und wir brauchen erst repräsentative Daten", sagte sie. "Wir sehen, dass viele landwirtschaftliche Betriebe in Existenznöten sind", so Klöckner, es sei aber wichtig, valide Daten zu haben. Die Situation sei regional sehr unterschiedlich, Landwirte wüssten teils noch nicht, wie ihre Ernte ausfällt. An diesem Mittwoch will Klöckner zunächst das Bundeskabinett über die Lage informierenBauernpräsident Joachim Rukwied bekräftigte dagegen seine Forderung nach rascher finanzieller Unterstützung und kritisierte, dass die Bundesregierung erst weitere Daten abwarten will.

    Der Iran hat mit Skepsis auf das Angebot von US-Präsident Donald Trump zu direkten Gesprächen mit der iranischen Führung reagiert. Der stellvertretende Parlamentspräsident Ali Motahari sagte, nach Trumps früheren "verächtlichen Äußerungen" gegenüber dem Iran wäre es eine "Demütigung", Verhandlungen zuzustimmen. Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli erklärte, die USA seien nach ihrem Ausstieg aus dem internationalen Atomabkommen nicht vertrauenswürdig. Trump hatte sich am Montag zu einem Treffen mit seinem iranischen Kollegen Hassan Ruhani "ohne Vorbedingungen" bereit erklärt. 

    Mit heftiger Kritik haben Grüne und Umweltverbände auf die Ergebnisse der Sitzung des bayerischen Kabinetts auf der Zugspitze reagiert. Der Spitzenkandidat der Grünen bei der Landtagswahl, Ludwig Hartmann, erklärte: "Ganz Bayern leidet unter Wetterextremen, Starkregen, unerträglicher Hitze, Dürren“, man müsse jetzt entschlossen handeln, um die Folgen der Erderwärmung einzudämmen. Dazu bedürfe es eines Masterplans anstelle von Absichtserklärungen. In einer Stellungnahme des Bund Naturschutz heißt es, in Tagen, in denen Europas Wälder brennen und größte Ernteausfälle zu verzeichnen sind, fasse das bayerische Kabinett völlig unzureichende Beschlüsse. Die Staatsregierung hatte entschieden, eine Reihe bekannter Programme und Maßnahmen fortzusetzen und auszubauen, aber die eigenen Klimaziele unverändert zu lassen.

    BMW baut für rund eine Milliarde Euro ein neues Werk in Ungarn. In der Fabrik nahe der Stadt Debrecen in Ostungarn sollen etwa 1.000 Mitarbeiter künftig bis zu 150.000 Fahrzeuge jährlich bauen. "Nach hohen Investitionen in China, Mexiko und den USA stärken wir nun den Standort Europa", sagte BMW-Vorstandschef Harald Krüger. BMW folgt damit dem Beispiel von Audi und Daimler, die seit Jahren in Ungarn produzieren.

    Teilweise Entwarnung für Fahrgäste der Flughafen-S-Bahn S 8: Die Strecke zwischen Johanneskirchen und Ismaning ist jetzt zumindest auf einem Gleis wieder befahrbar. Die S8 fährt also vom und zum Flughafen wieder durchgehend. Allerdings ist weiter mit Verzögerungen zu rechnen. Am Nachmittag war die Oberleitung durch eine Bau-Maschine beschädigt worden. In der Folge kam es zu massiven Behinderungen im Zugverkehr. Zwischen Johanneskirchen und Ismaning mussten Fahrgäste auf Taxis umsteigen. Laut DB wird die komplette "Störungsbeseitigung" voraussichtlich bis in die Nacht andauern.