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    Schlagzeilen BR24/20

    Union und SPD ringen um Transitzentren +++ BayernTrend: Bevölkerung für Transitzentren +++ Merkel verteidigt Asyl-Kompromiss +++ TK: Jeder Zweite vorzeitig in Rente +++ Bund gibt 42 Millionen Euro für Nürnberger Zeppelinfeld

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    Union und SPD ringen weiter um die Einrichtung sogenannter Transitzentren für Flüchtlinge. Nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel soll dort innerhalb von zwei Tagen entschieden werden, ob Asylbewerber in andere EU-Staaten zurückgeschickt werden sollen. Wenn das nicht innerhalb von 48 Stunden gelinge, müssten die Flüchtlinge in eine normale Aufnahmeeinrichtung verlegt werden, so Merkel in der ARD-Sendung "Farbe bekennen" (Das Erste, 20.15 Uhr). Die SPD lehnt bislang vor allem geschlossene Lager ab. 

    Die Bevölkerung in Bayern hält die Einrichtung von Transitzentern mehrheitlich für richtig. Laut dem aktuellen BayernTrend des BR-Politikmagazins "Kontrovers" unterstützen 64 Prozent deren Einrichtung. Insgesamt stößt die Asylpolitik der Union aber auf Ablehnung. So sind 57 Prozent der Befragten mit der Arbeit von Bundesinnenminister Horst Seehofer weniger bis gar nicht zufrieden. Bei Kanzlerin Merkel sind es sogar 67 Prozent. Dass der Kompromiss in der Asylpolitik den Unionsstreit dauerhaft befrieden kann, glauben lediglich drei Prozent. 

    Kanzlerin Merkel hat bei der Generaldebatte im Bundestag die Notwendigkeit eines Einwanderungsgesetzes betont. Es müsse im Gegenzug zu Rückführungen und anderen Maßnahmen legale Möglichkeiten geben um einzuwandern. Merkel forderte dazu ein "Fachkräfteeinwanderungsgesetz". Den Asyl-Kompromiss mit der CSU verteidigt sie. Trotzdem müsse noch mehr Ordnung in alle Arten der Migration kommen.

    Jeder zweite Deutsche geht laut einer Studie der Techniker Krankenkasse vorzeitig in Rente. Die Menschen nähmen dafür auch zunehmend finanzielle Einbußen in Kauf, hieß es bei der Vorstellung des Gesundheitsreports 2018. Häufig spielen auch Gesundheitsprobleme eine Rolle: Jeder Siebte, der vor dem Rentenalter von 67 Jahren zu arbeiten aufhört, tut das aufgrund von Berufsunfähigkeit, Erwerbsunfähigkeit oder Schwerbehinderung. 

    Die Bundesregierung hat mehr als 42 Millionen Euro für den Erhalt von Zeppelintribüne und Zeppelinfeld in Nürnberg zugesagt. Der Bund übernimmt damit die Hälfte der für die Instandsetzung veranschlagten Kosten, teilte die Stadt mit. 800.000 Euro sollen bereits in diesem Jahr zur Verfügung stehen. Der entsprechende Beschluss ist heute mit der Verabschiedung des Haushalts im Bundestag erfolgt. Der Bund unterstreiche mit dieser Zusage seine Mitverantwortung im Umgang mit den Bauten des ehemaligen Reichsparteitagsgeländes als einem nationalen Erbe, so OB Ulrich Maly.