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    Schlagzeilen BR24/20

    ARD-DeutschlandTrend: SPD stürzt ab +++ Flüchtlingskosten: Länder fordern vom Bund mehr Unterstützung bei +++ IG Metall weitet Warnsteiks in Bayern aus +++ München: Stadt mit der höchsten NO2-Belastung +++ Olympischer Sportbund kritisiert CAS-Urteil

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    Trotz oder gerade wegen der Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU verliert die SPD weiter an Zustimmung. Würde am Sonntag ein neuer Bundestag gewählt, würden die Sozialdemokraten auf ein Rekordtief stürzen. Nur noch 18 Prozent der Deutschen würden sich zurzeit für die SPD entscheiden. Einen derart niedrigen Wert hat Infratest dimap im ARD-DeutschlandTrend noch nie ermittelt. Vor einem Monat lag die SPD noch bei 21 Prozent. Die Union vergrößert damit ihren Abstand als stärkste Kraft, profitiert aber darüber hinaus nicht von der Schwäche der SPD. Die aktuell gemessenen 33 Prozent hatten CDU und CSU auch schon im Januar. AfD, FDP und Linke haben dagegen zugelegt. Den neuesten Zahlen zufolge gewinnt die AfD einen Punkt hinzu und steht jetzt bei 14 Prozent. Die FDP kommt auf 10 Prozent (+1), die Linke auf 11 Prozent (+2). Für die Grünen gilt auch im Februar der Januar-Wert von 11 Prozent.

    Die Ministerpräsidenten der Länder fordern auch von der künftigen Bundesregierung mehr Geld für die Betreuung von Flüchtlingen. Was der Bund bisher bereitstelle - zwei Milliarden Euro pro Jahr und die Kosten für die Unterkünfte - reiche vorne und hinten nicht aus, so die saarländische Regierungschefin Kramp-Karrenbauer. Die Ministerpräsidenten beraten zur Stunde mit Kanzlerin Merkel über ihre Forderungen. Die Länder fürchten, dass ihre Kosten sogar noch steigen werden, weil die Flüchtlinge jetzt in den Arbeitsmarkt integriert werden müssten.

    Die IG Metall setzt ihre ganztägigen Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie fort. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich bereits am heutigen zweiten Tag insgesamt rund 125.000 Beschäftigte an den Ausständen. In Bayern legten etwa 23.000 Metaller die Arbeit nieder. Für morgen erwartet die Gewerkschaft, dass bis zu 300.000 Arbeiter in Warnstreiks treten. Unter anderem soll es die Autobauer BMW, Audi, Daimler und Porsche treffen. Neue Verhandlungen hat die IG Metall Baden-Württemberg für Montag angekündigt. Zuvor müsse sich Südwestmetall aber noch deutlich bewegen, hieß es. Die IG-Metall verlangt bundesweit sechs Prozent mehr Geld und das Recht, die Wochenarbeitszeit vorübergehend auf 28 Stunden zu kürzen.

    Die bayerische Landeshauptstadt hat Stuttgart als Stadt mit der höchsten Stickstoff-Dioxid-Belastung in Deutschland abgelöst. Im Jahresmittel wurden in München 78 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft gemessen - der Grenzwert liegt bei 40. Auch Stuttgart und Köln liegen weit darüber. Deutschlandweit ist die Belastung durch Diesel-Abgase leicht zurückgegangen: Statt wie 2016 noch in 90 Städten wurden die Grenzwerte vergangenes Jahr in 70 Städten überschritten. Würzburg gelang beispielsweise die Trendwende.

    Als "Schlag ins Gesicht des sauberen Sports" hat der Deutsche Olympische Sportbund das Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs bezeichnet. Der CAS hatte die Olympia-Sperren gegen 28 russische Athleten aus Mangel an Beweisen aufgehoben; elf weitere Sportler bleiben von den Spielen ausgeschlossen, ihre lebenslangen Sperren sind aber ungültig. DOSB-Präsident Hörmann sprach von einer "wirklich schlechten Nachricht für den Weltsport". Russlands Präsident Putin zeigte sich erfreut und sagte, das bestätige, dass die überwältigende Mehrheit der russischen Athleten sauber sei.