BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Schlagzeilen BR24/20 | BR24

Per Mail sharen

    Schlagzeilen BR24/20

    Union und SPD: Weiter Streit um Asylpolitik +++ Proteste gegen Jerusalem-Entscheidung +++ Fast eine Milliarde unbezahlte Überstunden in 2016 +++ Einzelhandel: Weihnachtsgeschäft nur online gut +++ Flüchtlinge in Deggendorf weiter im Hungerstreik

    Per Mail sharen

    Vor den ersten Sondierungsgesprächen haben Union und SPD ihre unterschiedlichen Positionen in der Flüchtlingspolitik untermauert. Sachsens neuer Ministerpräsident Kretschmer, CDU, drängt darauf, den Familiennachzug auszusetzen. Außerdem warf er der SPD vor, viele rückwärtsgewandte Vorstellungen zu haben. CSU-Landesgruppenchef Dobrindt warnte vor einem "gigantischen Integrationsproblem", sollte die SPD weiter auf den Familiennachzug pochen. Die SPD verlangt, dass anerkannte, aber auch subsidiär geschützte Asylbewerber Familienmitglieder nachholen können.

    Die geplante Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem ruft in der muslimischen Welt weiterhin Proteste hervor. In der indonesischen Hauptstadt Jakarta sind laut Polizei rund 80.000 Menschen gegen die Entscheidung von US-Präsident Trump auf die Straße gegangen. Sie riefen unter anderem zum Boykott israelischer und amerikanischer Produkte auf, sollte Trump seine Jerusalem-Entscheidung nicht rückgängig machen. Auch in Karachi und Lahore protestierten tausende Menschen gegen das Vorgehen Trumps. Der türkische Präsident Erdogan will nun eine türkische Botschaft in Ost-Jerusalem einrichten.

    Die Arbeitnehmer in Deutschland haben im vergangenen Jahr fast eine Milliarde unbezahlter Überstunden geleistet. Nach Zahlen der Bundesregierung, über die die "Bild-Zeitung" vorab berichtet, kommen noch einmal etwa 700 Millionen bezahlte Überstunden dazu. Zusammen entspricht das etwa einer Million Vollzeitstellen.

    Der Einzelhandel hat eine gemischte Zwischenbilanz des Weihnachtsgeschäfts gezogen. Vor allem online gebe es gute Umsätze, teilte der Einzelhandelsverband HDE mit. Die Innenstädte würden dagegen gemieden. Demnach registrierten die Läden und Kaufhäuser diese Woche wie bereits in der Woche zuvor erneut weniger Kundschaft. Über die Hälfte der Händler sei unzufrieden, so der HDE. 

    Im Transitzentrum Deggendorf sind nach wie vor rund 200 Flüchtlinge im Hungerstreik, darunter auch Kinder. Das bestätigte der Bayerische Flüchtlingsrat dem BR. Der Unmut der Flüchtlinge hat mehrere Gründe: abgelehnte Asylanträge, die versuchte Abschiebung eines Asylbewerbers aus Sierra Leone und angebliche Hygienemängel in der Unterkunft. Die Regierung wies letztere Kritik zurück und erklärte, für die Hygiene seien die Bewohner auch selbst verantwortlich. Im Deggendorfer Transitzentrum sind Asylbewerber mit geringer Bleibeperspektive untergebracht.