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    Schlagzeilen BR24/16

    Sicherheitspanne am Airport MUC kostet Millionen +++ Volksbegehren: Klimaschutz soll in Bayerische Verfassung +++ Nahles wirft Söder Kurswechsel in Asylpolitik vor +++ Bayerns Industrie exportiert immer mehr +++ Studie: Bayern trinken zu viel Alkohol

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    Die Sicherheitspanne am Münchner Flughafen kostet den Airport nach ersten Schätzungen einen einstelligen Millionenbetrag. Das teilte Flughafenchef Michael Kerkloh in München mit. Derzeit werde geklärt, wer dafür hafte und ob Schadenersatzforderungen gestellt werden könnten. Die genaue Schadenhöhe ist noch unklar. Eine Passagierin war am vergangenen Samstag unkontrolliert durch eine Sicherheitsschleuse gelangt. Daraufhin räumte die Bundespolizei den Terminal 2 und suchte das Gelände ab. Rund 330 Flüge wurden abgesagt, zehntausende Passagiere waren betroffen. Inzwischen hat sich der Betrieb normalisiert.

    Der Verein "Klimaschutz - Bayerns Zukunft" will den Klimaschutz in der bayerischen Verfassung verankern. Die notwendigen 25.000 Unterschriften für die Zulassung eines Volksbegehrens sollen ab dem 3. September gesammelt werden. Das Vorhaben wird unter anderen von den Freien Wählern, einzelnen Vertretern der Grünen sowie mehreren Umweltschutzverbänden unterstützt. Der Gesetzesentwurf des Volksbegehrens sieht eine Erweiterung des Artikels 141 Absatz 1 Bayerischer Verfassung vor. Demnach soll zu den Aufgaben des Staates nicht mehr nur der Schutz von Wasser, Boden und Luft gehören, sondern auch der Schutz des Klimas. Die Verpflichtung des Staates für elektrischen Strom zu sorgen, soll um das Ziel ergänzt werden, den Strom vollständig auf Erneuerbare Energie umzustellen

    SPD-Chefin Andrea Nahles hat dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) hektische Kurswechsel aus Angst vor Stimmenverlusten bei der Landtagswahl vorgeworfen. Die CSU habe mit ihrer "schäbigen, die Schwächsten in übelster Form letztendlich diffamierend angehenden Politik" die Quittung bekommen, sagte Nahles beim Besuch eines Ausbildungszentrums der Bundespolizei in Bamberg mit Blick auf jüngste Umfragen. Sie bezog ihre Kritik auf die Asylpolitik und von Söder benutzte Begriffe wie "Asyltourismus". "Jetzt frisst Markus Söder Kreide", erklärte Nahles. Die SPD versuche dagegen eine realistische Flüchtlingspolitik mit humanitären Grundsätzen zu verbinden.

    Der Exportanteil der bayerischen Industrie steigt und steigt: Im vergangenen Jahr sind 53 Prozent der heimischen Produktion außerhalb der deutschen Grenzen verkauft worden, die Auslandsumsätze stiegen um 7,4 Prozent. Das geht aus dem jährlichen Industriebericht der Staatsregierung hervor. Dementsprechend gab sich Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer (CSU) erleichtert, dass eine Eskalation des Handelskonflikts mit den USA vorerst abgewendet scheint: "Der wechselseitige Verzicht auf zusätzliche Zölle könnte großen volkswirtschaftlichen Schaden für unsere bayerischen Autobauer abwenden." Der Vergleich mit früheren Jahrzehnten müsse alle überzeugen, "wie groß die Vorteile für Europa aus dem freien Warenhandel sind".

    Die Menschen in Bayern ernähren sich nicht sonderlich gesund und trinken häufig zu viel Alkohol. Das zeigt eine neue Untersuchung der Deutschen Krankenversicherung. Danach achtet weniger als die Hälfte der Menschen im Freistaat auf gesundes Essen. Etwa ein Viertel der Bayern konsumiert zu viel Alkohol. Nur in Hessen sind es noch mehr. Was die Bewegung angeht, sind die Bayern vergleichsweise aktiv - sowohl in der Freizeit als auch bei täglichen Wegen. Am gesündesten leben laut Studie Hamburger und Sachsen.