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    Schlagzeilen BR24/16

    Asylkompromiss löst geteiltes Echo aus +++ Joachim Löw bleibt Fußball-Bundestrainer +++ Bundesregierung wirbt für Pflegeberufe +++ Lehrerverband fordert 1,5 Milliarden Euro für Bildung +++ Umweltverband NABU kämpft für Baustopp der Ostseepipeline

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    Am Tag nach der Einigung von CDU und CSU im Asylstreit wird der gefundene Kompromiss kontrovers diskutiert. Bayerns Ministerpräsident Söder sprach von einer "echten Asylwende". Der Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Radek, bezweifelte aber, dass die geplanten, grenznahen Transitzentren mit geltendem Recht vereinbar sind. Der Unions-Koalitionspartner SPD zeigte sich bisher zurückhaltend. Partei-Chefin Nahles sagte, es bestehe noch erheblicher Beratungsbedarf. CDU und CSU wollen ihre Ergebnisse am Abend der SPD präsentieren.

    Joachim Löw bleibt trotz des frühen Scheiterns der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM in Russland Bundestrainer. Das hat der DFB bestätigt. Demnach hat sich der 58-Jährige sechs Tage nach dem Turnier-Aus dafür entschieden, im Amt zu bleiben. Löw selbst hat sich noch nicht geäußert. Der Verband hatte ihm aber nach dem Ausscheiden bei der WM das Vertrauen ausgesprochen und ihm selbst die Entscheidung über seine berufliche Zukunft überlassen. Derweil werden bei der WM heute die letzten beiden Achtelfinals ausgetragen. In St. Petersburg beginnt in diesen Minuten die Partie Schweden gegen die Schweiz. Um 20 Uhr unserer Zeit wird in Moskau das Spiel zwischen Kolumbien und England angepfiffen.

    Um die Personalnot in der Pflege zu verringern, will die Bundesregierung intensiv für Berufe in dieser Branche werben. Zum Start der "Konzentrierten Aktion Pflege" sagte Gesundheitsminister Spahn, man wolle mehr Menschen dazu bewegen, diesen Beruf zu ergreifen. Mit einem Sofortprogramm will er 13.000 neue Stellen schaffen. Insgesamt rechnet er aber mit einem Bedarf von bis zu 50.000 Fachkräften.

    Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband fordert von der Staatsregierung, 1,5 Milliarden Euro zusätzlich in die Bildung zu investieren. BLLV-Präsidentin Fleischmann sagte, diese Summe fehle, um Schule und Bildung so zu gestalten, dass sie den Bedürfnissen junger Menschen gerecht werden. Trotz Investitionen klafften große Lücken im Bildungshaushalt. Zudem komme das Geld nicht da an, wo es gebraucht werde.

    Der Naturschutzbund Deutschland hat vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine Beschwerde gegen den Bau der Gas-Pipeline Nord 2 durch die Ostsee eingereicht. Der NABU fordert, dass die Baggerarbeiten unterbrochen werden, bis das Gericht entschieden hat. Anfang Juni hatte das Oberverwaltungsgericht Greifswald einen Eilantrag gegen die Baugenehmigung für die Trasse abgelehnt. Durch die Pipeline sollen ab Ende des kommenden Jahres bis zu 55 Milliarden Kubikmeter russisches Gas nach Deutschland fließen. Der NABU hält die Pipeline für überflüssig, der Betreiber argumentiert dagegen mit der Versorgungssicherheit.