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    Schlagzeilen BR24/16

    Merkel will Handelsstreit mit "TTIP light" entschärfen +++ Dobrindt verteidigt Kreuz-Pflicht +++ 3,7 Millionen Beschäftigte verdienen weniger als 2.000 Euro +++ Elternverband kritisiert "Grundschulabitur" +++ Regensburg und Ingolstadt verlieren

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    Im Handelsstreit zwischen EU und USA setzt sich die Bundesregierung offenbar für ein Industriezollabkommen ein. Die "Welt am Sonntag" berichtet unter Berufung auf Regierungskreise, man denke in Berlin an ein "TTIP light", eine abgespeckte Variante des auf Eis liegenden transatlantischen Freihandelsabkommens. Davon würden auch die USA profitieren, weil dann Zölle auf Waren sinken oder sogar gestrichen würden, heißt es in dem Bericht. In der EU dürfte das Vorhaben aber auf große Hürden stoßen. Die Franzosen wollen bei einem TTIP im Kleinformat bisher nicht mitmachen. Die USA planen Zölle auf Stahl- und Aluminiumimporte. Die EU ist davon nur vorläufig bis Ende April ausgenommen, strebt aber eine dauerhafte Befreiung an.

    In der Debatte um eine Kreuz-Pflicht in bayerischen Behörden kann Alexander Drobrindt, Vorsitzender der CSU-Landesgruppe, die zunehmende Kritik an der Entscheidung des bayerischen Kabinetts nicht verstehen. In der Sendung "Der Sonntags-Stammtisch" im BR Fernsehen sagte er, die Kritiker hätten sich "schon vor Monaten" zu Wort melden können. Ministerpräsident Markus Söder habe das Vorhaben bereits vor seinem Amtsantritt angekündigt. Ihm sei wichtig, die Frage zu beantworten: "Wohin wollen wir eigentlich integrieren?"

    Rund 3,7 Millionen Beschäftigte mit vollem Job verdienen weniger als 2.000 Euro brutto im Monat. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervor. Nach den jüngsten Zahlen von Ende 2016 waren 17,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten in Deutschland von den niedrigen Löhnen betroffen. Im Westen betrug der Anteil 14,7 Prozent, im Osten sogar 31,2 Prozent.

    Der Bayerische Elternverband hat erneut die Übertrittszeugnisse im Freistaat kritisiert. Die "allzu frühe Sortierung der Kinder in verschiedene Schularten" durch das "Grundschulabitur" lasse spätestens in der dritten Klasse eine Phase des großen Leistungsdrucks beginnen. Dies begünstige die Angst vieler Eltern, dass ihr Kind ohne Gymnasium keinen guten Start ins Berufsleben bekäme. "Dies ist falsch und dadurch widerlegt, dass in Bayern rund 40 Prozent aller Hochschulzugangsberechtigungen nicht über das Gymnasium erworben werden", sagte BEV-Landesvorsitzender Martin Löwe. Eltern sollten "bewusst den Weg über andere Schularten wählen und ihren Kindern mehr Muße gönnen". 

    Der SSV Jahn Regensburg hat im Rennen um den dritten Tabellenplatz in der 2. Fußball-Bundesliga fast alle Chancen verspielt. Die Oberpfälzer unterlagen beim MSV Duisburg mit 1:4 und liegen somit zwei Spieltage vor Schluss fünf Punkte hinter dem Relegationsplatz, den Holstein Kiel innehat. Die Kieler festigten ihren dritten Platz durch einen klaren 5:1-Sieg beim FC Ingolstadt.