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    Schlagzeilen BR24/16

    Russland weist westliche Diplomaten aus +++ Palästinenser: Sieben Tote bei Protesten in Gaza +++ Linke kritisiert Aussagen des Ostbeauftragten +++ München: Baurecht für ganze 2. S-Bahn-Stammstrecke +++ Schiedsrichter Brych für WM nominiert

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    Als Reaktion auf die Ausweisung russischer Diplomaten durch westliche Länder in Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal hat Moskau nun auch westliche Diplomaten ausgewiesen. Auch vier deutsche Diplomaten müssen das Land verlassen. "Es bleibt Deutschlands Interesse, ein gutes Verhältnis mit Russland zu haben. Wir bleiben offen für den Dialog", sagte der deutsche Botschafter von Fritsch nach dem Termin im russischem Außenminister, bei dem ihm die Ausweisungen mitgeteilt wurden. Deutschland hatte vier Mitarbeiter der russischen Botschaft ausgewiesen. Betroffen von den Ausweisungen sind auch Briten, Niederländer, Italiener, Finnen, Vertreter der baltischen Staaten und Polen.

    Bei Massenprotesten an der Grenze des Gaza-Streifens zu Israel anlässlich sind nach palästinensischen Angaben mindestens sieben Palästinenser getötet worden. Zudem gebe es mindestens 500 Verletzte. Laut israelischer Armee haben die Demonstranten Steine geworfen und brennende Reifen gerollt. Die Truppen hätten daraufhin das Feuer auf "Anstifter" eröffnet. Anlass für die Proteste ist der "Tag des Bodens" am 30. März, der an die gewaltsame Niederschlagung von Protesten arabischer Bauern gegen die Enteignung ihres Landes im Jahr 1976 erinnert.

    Der neue Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), hat scharfe Kritik hervorgerufen, indem er Verständnis für die Ablehnung von Ausländern in Ostdeutschland äußerte. "Ein Ostbeauftragter, der die Ostdeutschen als ausländerfeindliche Hinterwäldler darstellt, hat seine Aufgabe nicht verstanden", sagte die Fraktionsvizechefin der Linken, Gesine Lötzsch. Hirte hatte der Zeitung "Welt" gesagt: "Auch heute noch ist der Osten des Landes deutlich homogener als der Westen." Die Erfahrung mit Ausländern fehle. Daher sei es "menschlich verständlich, wenn man auf Fremdes aus Angst vor Veränderung zunächst mit Ablehnung reagiert." 

    Mehr als einen Monat nach den letzten Prozessen um den Bau der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in München gibt es nun für die gesamte Strecke gültiges Baurecht. Im Februar hatten sich Anwohner und die Deutsche Bahn auf Vergleiche geeinigt. Es bestand aber noch eine Widerrufsfrist bis Ende März. Von Seiten der Kläger sei jetzt bestätigt worden, dass sie davon keinen Gebrauch machen werden, teilte Bayerns Bau- und Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) mit. "Endlich haben wir für den gesamten Streckenverlauf der zweiten Stammstrecke rechtsgültiges Baurecht. Die Deutsche Bahn kann nun auch im östlichen Planfeststellungsabschnitt von der Isar bis zum Leuchtenbergring mit den Bauarbeiten starten", sagte Aigner.

    Felix Brych aus München ist vom Fußball-Weltverband FIFA als einziger deutscher Schiedsrichter für die WM-Endrunde (14. Juni bis 15. Juli) in Russland nominiert worden. Zusammen mit seinen Linienrichtern Mark Borsch (Mönchengladbach) und Stefan Lupp (Zossen) steht der 42-Jährige auf der endgültigen Liste mit 36 Hauptschiedsrichtern und 63 Assistenten.