BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Schlagzeilen BR24/12 | BR24

© BR

BR24-Logo

Per Mail sharen

    Schlagzeilen BR24/12

    CDU-Innenexperte: Seehofer droht bei Alleingang Entlassung +++ Weltweit 68,5 Millionen auf der Flucht +++ Ifo-Institut senkt Wachstumsprognose drastisch +++ Hofreiter: Deutschland versagt beim Klimaschutz +++ Bayern verdienen im Schnitt 4.000 Euro

    Per Mail sharen

    Der CDU-Innenexperte Armin Schuster hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vor einem Alleingang in der Asylpolitik gewarnt. Im Inforadio des rbb machte Schuster deutlich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ihn in einem solchen Fall entlassen müsste: "Dass ein Minister einen Alleingang macht, also so wie ich sozialisiert bin, bedeutet das für einen Chef, dass er nur noch eine Möglichkeit hat." Zugleich unterstrich der CDU-Obmann im Bundestagsinnenausschuss, dass auch er nationale Schritte zur Flüchtlingsbegrenzung für möglich hält. Wenn die Bundeskanzlerin bei den EU-Partnern nicht vorankommt, müsse man darüber nachdenken: "Ich würde auf gar keinen Fall nationale Maßnahmen jetzt schon ausschließen, weil dann sind sie ja nicht mehr unabgestimmt."

    Die Zahl der Flüchtlinge weltweit hat den Vereinten Nationen zufolge einen neuen Höchststand erreicht. Ende vergangenen Jahres waren 68,5 Millionen Männer, Frauen und Kinder auf der Flucht, wie aus dem Jahresbericht des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hervorgeht. Darunter sind mehr als 43 Millionen Menschen, die innerhalb ihres Heimatlandes vertrieben wurden und 25,4 Millionen, die aus ihrem Land geflohen sind. 53 Prozent der Flüchtlinge sind Kinder, unter ihnen viele unbegleitet oder von ihren Familien getrennt.

    Das Münchner Ifo-Institut hat seine Konjunkturprognose für Deutschland deutlich von 2,6 Prozent auf nur noch 1,8 Prozent in diesem Jahr abgesenkt. Für 2019 sagen die Forscher ebenfalls nur noch 1,8 Prozent voraus, nachdem sie zunächst von einem Plus von 2,1 Prozent ausgegangen waren. "Die Wirtschaft hat sich in den ersten Monaten des Jahres deutlich schlechter entwickelt als gedacht", erklärte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Das vom Ifo gemessene Geschäftsklima sei zurückgegangen "und die weltwirtschaftlichen Risiken haben deutlich zugenommen". Auch in diesem und im kommenden Jahr werde die Zahl der Arbeitslosen aber weiter sinken, prognostiziert das Ifo-Institut - von 2,5 Millionen 2017 auf 2,3 Millionen im laufenden Jahr und auf 2,2 Millionen 2019. 

    Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter hat von der Bundesregierung mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz gefordert. "Es geht schlichtweg um die Rettung unserer Lebensgrundlagen und die unserer Kinder", sagte Hofreiter im B5-Thema des Tages. "Wenn die viertgrößte Industrienation der Welt, (...), dermaßen versagt, dann hat das natürlich Auswirkungen auf Unmengen weiterer Länder, damit ist das eine hoch problematische Sache und eine schwere Hypothek für die Zukunft“. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte gestern eingeräumt, dass Deutschland seine Klimaziele noch deutlicher verfehlen dürfte als bislang gedacht.

    Vollzeitbeschäftigte verdienen in Bayern durchschnittlich knapp 4.000 Euro brutto pro Monat. Das Durchschnittsgehalt betrug im ersten Quartal des Jahres ohne Sonderzahlungen 3.999 Euro, teilte das Landesamt für Statistik in Fürth mit. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent. Bemerkenswert sind die hohen Gehaltsunterschiede zwischen einzelnen Branchen. Am besten verdienen demnach Beschäftigte bei Finanzdienstleistern und Versicherern. Sie erhalten ein durchschnittliches Bruttoeinkommen von 5.422 Euro. Am unteren Ende der Einkommensskala stehen Beschäftigte in der Gastronomie. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit liegt den Statistikern zufolge bei 38,9 Stunden