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    Schlagzeilen BR24/10

    Kommunen mahnen Vorkehrungen für künftige Hitzewellen an +++ Heuer 1.500 Migranten im Mittelmeer ertrunken +++ Kramp-Karrenbauer sieht im Unionsstreit nur Verlierer +++ AWO kritisiert bayerische Sozialpolitik +++ Partnachklamm öffnet wieder

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    Die Kommunen haben angesichts von Rekordtemperaturen und Dürre in diesem Sommer Vorkehrungen für künftige Hitzewellen angemahnt. "Der Klimawandel schreitet voran. Wir müssen uns in Zukunft darauf einstellen, dass die Sommer sehr heiß und niederschlagsarm werden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, dem "Handelsblatt". "Sinnvoll wäre, einen Aktionsplan zu entwickeln, wie die Städte und Gemeinden sich für die Zukunft besser auf solche Hitzeperioden vorbereiten können." Konkret schlug Landsberg eine Optimierung der Wasserversorgung, zusätzliche Speicherkapazitäten, mehr Grün in der Stadt sowie den Anbau von Pflanzen in Grünanlagen und in den kommunalen Wäldern vor, die für den Klimawandel besser gewappnet seien.

    Mehr als 1.500 Flüchtlinge und Migranten sind nach Angaben der Vereinten Nationen seit Jahresbeginn im Mittelmeer ertrunken - allein 850 im Juni und Juli. Die Zahlen seien deshalb so alarmierend, weil es mehr Todesfälle gebe, aber zugleich immer weniger Menschen in Europa ankämen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit. Das Mittelmeer sei damit weltweit die tödlichste Seeroute. Rund 60.000 Menschen haben laut UNHCR in diesem Jahr das Mittelmeer überquert. Das sei etwa die Hälfte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

    Der Streit über die Flüchtlingspolitik hat bei den Unionsparteien nach Ansicht von CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer tiefe Verletzungen hinterlassen. Sie sagte der "Rheinischen Post", die Art und Weise, wie man gestritten habe, lasse am Ende nur Verlierer zurück. Das sehe man an den Umfragewerten für die CSU, aber auch für die CDU. Ihrer Ansicht nach müssten beide Parteien über den Konflikt noch einmal sprechen und das Geschehene aufarbeiten. Vor allem CDU-Spitzenpolitiker sehen den Streit über die Flüchtlingspolitik als Ursache für das Umfragetief und haben beide Parteien zur Geschlossenheit aufgerufen. Im ARD-Deutschlandtrend sanken die Unionsparteien auf 29 Prozent - den niedrigsten Wert, der in dieser Infratest-dimap-Umfrage je für sie gemessen wurde. 

    Die Arbeiterwohlfahrt hat der bayerischen Staatsregierung ein schlechtes Zeugnis für ihre Sozialpolitik ausgestellt. Es gebe dabei keine Struktur, sagte Landeschef Thomas Beyer dem BR. Als Beispiel nannte er die Frauenhäuser. Lange habe die Staatsregierung nicht mehr Geld dafür zur Verfügung gestellt. Erst vor kurzem sei die Zusage gekommen, dass die Finanzierung etwas aufgestockt werde. Der AWO-Chef kritisierte, die CSU hätte Bayern in den vergangenen fünf Jahren gestalten können. Erst jetzt, nach dem Wechsel des Ministerpräsidenten, falle eine Schieflage auf. 

    Nach mehrwöchigen Aufräum- und Sanierungsarbeiten öffnet heute die Partnachklamm wieder für Besucher. Eine Sturzflut hatte Mitte Juni den Eingangsbereich sowie Wege in der Klamm schwer beschädigt. Die Wassermassen hatten nach heftigen Regenfällen mit Hagel und Gewitter Wurzelwerk und teils ganze Bäume mit sich gerissen, die sich zwischen den Felsen verkeilten. Der Eingangsbereich würde unterspült. Erstmals seit mehr als 25 Jahren war die Klamm deshalb im Sommer wochenlang dicht geblieben.