Die im Rahmen der "Operation Portu" im Baskenland, Katalonien und Kantabrien konfiszierten Waffen sollten auf dem Schwarzmarkt an kriminelle Gruppen und Terroristen verkauft werden, und das vor allem in Spanien, Frankreich und Belgien.
Den Ring von Waffenschmugglern hatten die Ermittler bereits am 12. und 13. Januar ausgehoben, teilte die spanische Policía Nacional heute mit. Jedoch habe es zwei Monate gedauert, die sichergestellten Waffen zu sichten und zu katalogisieren, berichtet Europol.
Fünf Verdächtige festgenommen
Der illegale Ring soll größtenteils deaktivierte Waffen erworben haben, die geltende technische Auflagen nicht erfüllten. Diese Auflagen sollen einen Rückbau zu einer schussfähigen Waffe verhindern. In dem Arsenal seien auch Teile gefunden worden, die für die Reaktivierung benutzt würden. Fünf Verdächtige wurden bei der Operation festgenommen.
Die EU-Staaten und das Europaparlament hatten sich erst im Dezember auf eine Verschärfung des Waffenrechts geeinigt und damit auf die Terroranschläge in Europa reagiert. Demnach müssen künftig auch deaktivierte Waffen registriert werden. Just heute stimmten die Europaabgeordneten in Straßburg der lange umkämpften EU-Richtlinie zu.
