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Montag, 11. Dezember: Das war der Tag | BR24

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    Montag, 11. Dezember: Das war der Tag

    New Yorker Attentäter ist Einzeltäter +++ May will Brexit-Rechnung nur gegen Handelsabkommen +++ Regierung verurteilt israelische Fahnenverbrennung in Berlin +++ US-Unternehmen kauft Stahlgruber +++ Erneut Probleme auf ICE Strecke München-Berlin

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    Nach dem versuchten Terroranschlag in Manhattan mit vier Verletzten gibt es immer mehr Einzelheiten zum Attentäter. Er kommt den Behörden zufolge aus Bangladesch und hat mehrere Jahre eine Taxifahrer-Lizenz für New York besessen. Der 27-Jährige soll sich im Internet radikalisiert haben, hatte aber wohl keine direkten Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat. Der Einzeltäter zündete die selbstgebaute Bombe, die er am Körper trug, im morgendlichen Berufsverkehr im unterirdischen Durchgang eines Busbahnhofs. Dabei wurden drei Menschen und er selbst verletzt. 

    Großbritannien will die Brexit-Rechnung nur bei einer Einigung auf ein Handelsabkommen zahlen. Das hat Premierministerin May im Parlament deutlich gemacht. May geht von einem Betrag in Höhe von 40 bis 45 Milliarden Euro aus, den das Land der EU nach dem geplanten Austritt schuldet. Wenn Großbritannien und die EU sich nicht auf ein Handelsabkommen einigten, dann sei das Angebot vom Tisch, so May. Sie gab sich aber zuversichtlich, dass es zu einer einvernehmlichen Lösung kommt. Am Freitag hatten London und Brüssel bereits Fortschritte erzielt, unter anderem bei den Rechten der EU-Bürger in Großbritannien.

    Die Bundesregierung hat die Verbrennung israelischer Fahnen bei Kundgebungen in der Hauptstadt verurteilt. Kanzlerin Merkel sprach von gravierenden Ausschreitungen. Die Regierung wende sich gegen alle Formen von Antisemitismus und Fremdenhass. Auch Innenminister de Maizière und Außenminister Gabriel erklärten, solche Vorkommnisse seien nicht zu tolerieren.

    Ein US-Konzern kauft den Autoersatzteile-Händler Stahlgruber in Poing bei München. Wie die Holding Stahlgruber Otto Gruber AG heute Abend mitteilte, entspricht der Kaufpreis einem Unternehmenswert von etwa 1,5 Milliarden Euro. Die Entscheidung, an das US-Unternehmen LKQ mit Sitz in Chicago zu verkaufen, sei das Ergebnis einer intensiven Prüfung mehrerer Angebote. Durch den Zusammenschluss könne Stahlgruber seine herausragende Marktposition im europäischen Kfz-Teilemarkt halten und weiter ausbauen. Etwa 6.600 Stahlgruber-Mitarbeiter sind von der Übernahme betroffen.

    Auf der ICE-Strecke München-Berlin ist es auch heute wieder zu Problemen gekommen. Erneut musste ein so genannter "Sprinter" die Haltestelle Coburg auslassen. Bereits gestern hatten Ehrengäste am Coburger Bahnhof vergeblich auf den ICE gewartet, der sie nach Berlin bringen sollte. Eine genaue Erklärung für die entfallenen Stopps in Coburg oder die stundenlangen Verspätungen der Züge gab die Bahn bisher nicht ab. Ein weiterer Zug, der in Berlin starten sollte, fiel heute Früh komplett aus. Laut Bahn stand er wegen der Verspätungen gestern nicht abfahrbereit am Bahnhof.