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Markus Söder

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Markus Söder: Personaldebatte in der CSU unseriös

Nach dem Wahldebakel bei der Bundestagswahl nimmt die Personaldebatte in der CSU Fahrt auf. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk bleibt Finanzminister Söder eine Antwort schuldig, ob er CSU-Chef Seehofer beerben will.

Über dieses Thema berichtet: BR24 am .

Der bayerische Finanzminister Markus Söder (CSU) hat sich dafür ausgesprochen, die Koalitionsgespräche in Berlin nicht mit internen Debatten der CSU zu Personalfragen zu belasten. Im Rundschau-Magazin im BR Fernsehen sagte Söder, Jamaika werde für die CSU sehr schwer; der Graben zu den Grünen sei schwer überwindbar. Hierbei nannte er die Themen Obergrenze und Leitkultur.

Söder ließ offen, ob er auf dem bevorstehenden Parteitag gegen Horst Seehofer antreten werde. Jetzt stünden erst einmal die schwierigen Koalitionsgespräche an. Vor einer Personaldiskussion müssten aus dem Wahlergebnis die richtigen Schlüsse gezogen werden. Das AfD-Ergebnis zwinge dazu, darüber nachzudenken, was falsch gelaufen sei. Deutschland habe sich grundlegend geändert, wenn es um die Sicherheitslage und das Sicherheitsgefühl der Menschen gehe. Darüber müsse nachgedacht werden.

Momentan über die Seehofer-Nachfolge zu sprechen empfinde er als unseriös, sagte Söder. Er versuche, seinen Beitrag zu leisten, auch im Kabinett. Persönliche Ambitionen seien nicht entscheidend. Wichtig sei das Gesamtwohl der Partei.

Das CSU-Ergebnis bei der Bundestagswahl bezeichnete Söder als Katastrophe. Nun müsse in die Parteibasis hineingehorcht werden. Auch Skeptiker müssten mitgenommen werden.

Söder gab sich optimistisch, die Obergrenze in den Koalitionsverhandlungen in Berlin durchsetzen zu können. Die Mehrheit der Deutschen wolle eine Begrenzung der Zuwanderung. Es sei völlig klar, dass die Obergrenze für die CSU ein wichtiges Thema sei. Sollte es nicht gelingen, eine Begrenzung der Zuwanderung zu erreichen, würden AfD und andere Gruppen noch stärker werden. Das könne kein anständiger Demokrat wollen, so Söder im Rundschau-Magazin im BR Fernsehen.