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KraussMaffei geht für Rekordsumme an Chinesen | BR24

© pa/dpa

KraussMaffei wird chinesisch

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    KraussMaffei geht für Rekordsumme an Chinesen

    Es ist die größte Übernahme, die ein chinesischer Konzern bisher in Deutschland getätigt hat: Für 925 Millionen Euro geht der Münchener Maschinenbauer KraussMaffei an den staatlichen Chemieriesen ChemChina.

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    Schon 2012 erwarb das kanadische Privat-Equity-Unternehmen Onex die Maschinenbauer aus Bayern. Onex verkaufte nun heute für 925 Millionen Euro die Krauss-Maffai Gruppe an ChemChina, eines der größten Chemieunternehmen der Volksrepublik China. Während der Umsatz von KraussMaffai für 2015 auf 1,2 Milliarden Euro geschätzt wird, hat ChemChina zuletzt einen Umsatz von rund 37 Milliarden Euro erwirtschaftet.

    Lange Tradition der Münchener

    Bis in das Jahr 1839 geht die Firmengeschichte des Maschinenbauers mit Sitz in München zurück. Die KraussMaffei Gruppe ist weltweit führend im Maschinen- und Anlagenbau für Kunststoff und Gummi - und erhofft sich einen verbesserten Marktzugang in China nach der Übernahme. ChemChina hat bereits mehrere europäische Konzerne gekauft, darunter auch den italienischen Reifenhersteller Pirelli. Das Knowhow der Münchener möchte der staatliche Chemiegigant auch für seine chinesischen Tochterunternehmen nutzen.

    "Wir verstärken unser Unternehmen mit einem der weltweit führenden Maschinenbauer, der über eine 178-jährige Tradition verfügt. (...) Das Geschäft soll sich zu einem Vorzeigeunternehmen im Rahmen des Programms 'Made in China 2025' entwickeln." Jianxin Ren, Chairman von ChemChina

    Arbeitsplätze stabil, Gewerkschaft zufrieden

    Weltweit beschäftigt KraussMaffei mehr als 4.500 Mitarbeiter, davon 2.800 in Deutschland, weitere Arbeitsplätze sollen hierzulande laut Konzernchef Frank Stieler hinzukommen. Betriebsrat und IG Metall stehen dem Eigentümerwechsel daher positiv gegenüber. Die Firmenzentrale der KraussMaffei Gruppe soll in München bleiben.