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Konsequenter auf den Weg des Dialogs | BR24

© pa/dpa/Boris Roessler

Rabbiner Andreas Nachama (r) gratuliert Klaus Müller (l) von der Konferenz Landeskirchlicher Arbeitskreise (KLAK) am 05.03.2017 in der Paulskirche in Frankfurt am Main zur Buber Rosenzweig Medaille. Hinten steht Margaretha Hackermeier. Veranstaltet wird die Woche der Brüderlichkeit von den Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

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    Konsequenter auf den Weg des Dialogs

    Mit einem Aufruf zum Dialog zwischen den Religionen und zum Kampf gegen Antisemitismus ist heute die Woche der Brüderlichkeit eröffnet worden.

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    Bei der zentralen Eröffnungsfeier in der Frankfurter Paulskirche betonte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), der Dialog zwischen Juden und Christen verhindere, "dass sich jeder in sein religiöses Schneckenhaus zurückzieht" und die Gesellschaft in immer mehr Teile zerfalle. Es sei zu wünschen, "dass sich auch die Muslime noch konsequenter auf den Weg des Dialogs einlassen", sagte Bouffier.

    Buber-Rosenzweig-Medaille verliehen

    Während der Eröffnungsfeier wurde die Buber-Rosenzweig-Medaille an die Konferenz landeskirchlicher Arbeitskreise Kirchen und Juden (KLAK) für ihr Engagement für christlich-jüdische Zusammenarbeit verliehen. Auch wenn die Beziehung zwischen Christentum und Judentum angesichts der Weltereignisse nicht erste Priorität habe, ist sie "für unsere Gesellschaft nach den Ereignissen des letzten Jahrhunderts ein Lackmustest ihrer moralischen Gesundheit", sagte der ehemalige Landesrabbiner Henry Brandt in seiner Laudatio. Die Arbeit der KLAK sei noch nicht beendet: "Wir erleben heute ein Erstarken eines neuen Antisemitismus."

    Auseinandersetzung mit Luthers Antisemitismus

    Das diesjährige Thema der Woche der Brüderlichkeit mit Veranstaltungen in zahlreichen deutschen Städten ist "Nun gehe hin und lerne". Im Jubiläumsjahr der deutschen Reformation spielt auch die Auseinandersetzung mit Martin Luthers judenfeindlichen Äußerungen eine Rolle.