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Bildrechte: picture-alliance/dpa; Patrick Pleul

Landwirt spritzt Fläche mit Unkrautvernichter

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    Glyphosat-Dokumente sollen einsehbar sein

    Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat mehr Transparenz im Umgang mit Glyphosat verfügt. Die Luxemburger Richter stuften das Ausbringen des Pestizids als "Emission in die Umwelt" ein, weshalb Dokumente darüber zumindest weitgehend offenzulegen seien.

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    Die Vorgabe der Richter betrifft laut Greenpeace Deutschland einen Teil des Materials zu dem Unkrautvernichter, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Den Umweltschützern zufolge war bisher nur ein Teil der Informationen zugänglich, mit dem neuen Urteil sollen es deutlich mehr werden. Greenpeace will nach eigenen Aussagen vor allem erreichen, die genaue chemische Zusammensetzung dessen erfahren, was als Glyphosat auf die Felder kommt.

    Pflanzengift auf 40 % der Ackerfläche eingesetzt

    Das Pflanzengift Glyphosat wird in Deutschland auf rund 40 Prozent der Ackerfläche ausgebracht. Es tötet Unkraut und andere unerwünschte Pflanzen, während das Saatgut gentechnisch resistent gemacht wird.

    Forschungsergebnisse zur Gesundheitsgefährdung werden widersprüchlich bewertet: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) vermutet, dass der Unkrautvernichter bösartige Tumorerkrankungen auslösen kann. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hält Glyphosat für unbedenklich.

    Im Juni EU-Genehmigung für weitere 18 Monate

    Brüssel entschied im Juni, das Pestizid, für weitere eineinhalb Jahre zuzulassen. In diesem Zeitraum soll die EU-Chemikalienagentur ECHA ein neues Gutachten zu möglichen Krebsgefahren vorlegen.