Zurück zur Startseite
Startseite
Zurück zur Startseite
Startseite

Energiesparen statt mehr Ökostrom | BR24

Audio nicht mehr verfügbar

Dieses Audio konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Energiesparen statt mehr Ökostrom

Es ist ein Reformpaket XXL. Das neue Energiekonzept der EU-Kommission soll Klimaziele, Milliarden-Investitionen und Hunderttausende Jobs auf einen Schlag erreichen. Im Zentrum: Energie einsparen. Der Vorrang von Ökostrom wird abgeschafft.

Per Mail sharen
Teilen

Der Schwerpunkt des 100-Seiten starken Pakets liegt auf Energieeffizienz. 30 Prozent sollen im Vergleich zum Jahr 1990 eingespart werden. Bisher lag der Plan bei 27 Prozent. So könnten 70 Milliarden Euro jährlich eingespart werden durch die verringerte Einfuhr von Öl und Gas.

Die Kommission erwartet, dass durch Maßnahmen zur Wärmedämmung und Häusersanierung 400.000 neue Jobs entstehen. Ab 2021 will die Brüsseler Behörde 177 Milliarden Euro in die Energiewende investieren. Der Anteil an Erneuerbarer Energie am EU-weiten Verbrauch soll bis 2030 allerdings bei mindestens 27 Prozent bleiben.

Was erwartet den Verbraucher?

Geplant sind Fördergelder für Sanierung von Gebäuden oder die Umstellung auf energiesparende Technik und Geräte. Außerdem sollen Stromkunden gebührenfrei den Anbieter wechseln können - innerhalb von drei Wochen. Durch mehr Wettbewerb hofft man auf niedrigere Preise. Geplant sind auch Standards für Stromrechnungen, damit sie leichter zu verstehen sind.

Verbraucherschützer begrüßten die Pläne, den Grünen gehen sie nicht weit genug. So soll z.B. der Ökostrom nicht mehr Vorrang im Netz haben. Das bringe Kohle- und Atomstrom weitere Vorteile und führte zu mehr klimaschädlichen Emissionen, so der BUND. Auch beim Ausbau von Wind- und Sonnenenergie reichten die Investitionen nicht aus.

Das Paket muss nun mit dem EU-Parlament und den Mitgliedsstaaten beraten werden. In Kraft treten werden die meisten Regeln wohl frühesten 2020.