BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Der Ebersberger Oberstabsarzt und die Ober-Nazisse | BR24

© p-a/dpa/Ronald Wittek

Sylvia Stolz und Horst Mahler

Per Mail sharen

    Der Ebersberger Oberstabsarzt und die Ober-Nazisse

    Die Bundeswehr forscht nach rechtsextremen Umtrieben. Nun wurde bekannt, dass ein Reservist aus Ebersberg enge Kontakte zu einer Rechtsextremistin hält, die zu den bekanntesten Neonazis in Deutschland zählt. Von Thies Marsen

    Per Mail sharen

    Sie heißt Sylvia Stolz und kommt aus Ebersberg. Sie war Anwältin und langjährige Lebensgefährtin von Horst Mahler (beide im Bild). Horst Mahler war Mitbegründer und Anwalt der Roten Armee Fraktion (RAF). Später wurde er Rechtsextremist. Sylvia Stolz wiederum saß mehrfach im Gefängnis, unter anderem wegen Volksverhetzung und Aufstachelung zum Rassenhass.

    Auch in ihrem Wohnort Ebersberg wurde sie auffällig, störte etwa eine Zeitzeugen-Veranstaltung mit dem Auschwitz-Überlebenden Max Mannheimer. Wie die "Ebersberger Zeitung" nun berichtet, stand Stolz in engem freundschaftlichen Kontakt zu einem Oberstabsarzt der Bundeswehr.

    MAD bestätigt Ermittlungen

    Der Bundeswehr-Geheimdienst MAD bestätigte dem Bayerischen Rundfunk, dass man in der Sache ermittle. Der Arzt ist jedoch nicht nur Armee-Angehöriger, sondern auch im Vorstand der Freien Wähler in Aßling. Dessen Vorsitzender Hugo Kasper sieht derzeit noch keinen Anlass, sich von dem Oberstabsarzt zu distanzieren. Beim Landesverband dagegen ist man alarmiert:

    "Für uns ist das auch neu. Insofern haben wir beschlossen, dass wir den Freien Wähler anschreiben und ihm auch Gelegenheit geben zur Stellungnahme. Wir wollen als Freie Wähler auch wissen: Welchen Umgang pflegt er und welche Meinungen hat er konkret politisch?" Michael Piazolo, Generalsekretär der Freien Wähler Bayern

    Keine rechtsextremen Äußerungen

    Politisch hat sich der Oberstabsarzt bislang offenbar noch nicht mit rechtsextremen Äußerungen hervorgetan. Vor mehr als zehn Jahren musste er allerdings seinen ursprünglichen Ortsverband in Ebersberg verlassen, weil er zu einer Podiumsdiskussion auch einen Vertreter der rechtsradikalen Republikaner eingeladen hatte.

    Sendung

    B5 Bayern

    Von
    • Theresa Authaler
    Schlagwörter