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Brexit und Schottland-Referendum

Morgen läutet Premierministerin May die britisch-europäische Trennungszeit ein und schickt das Scheidungsschreiben nach Brüssel. Heute stimmt das schottische Regionalparlament über ein mögliches Unabhängigkeits-Referendum ab. Von Stephanie Pieper

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Die Abstimmung in Edinburgh sollte eigentlich bereits am vergangenen Mittwoch stattfinden, wurde aber wegen des Terroranschlags in London auf heute verschoben. Das Duell von „Braveheart“ Nicola Sturgeon gegen Theresa May geht heute in die nächste Runde, und die wird – aller Voraussicht nach – die schottische Ministerpräsidentin gewinnen. Sturgeon will die Schotten demnach kurz vor dem Brexit, spätestens im Frühjahr 2019, erneut befragen, ob sie als unabhängige Nation leben oder ein Teil Großbritanniens bleiben wollen.

May will stabiles Großbritannien mit neuer Welt-Rolle

Der bevorstehende EU-Austritt gegen den Willen der Schotten bietet die Chance, es noch einmal zu probieren mit der Unabhängigkeit. Sturgeon braucht zuerst die Zustimmung aus London. Erst gestern hatte sie sich mit ihrer Rivalin May in Glasgow getroffen, vermutlich nicht in freundlicher Atmosphäre. May hatte zuvor bei einer Rede gesagt, ein starkes und stabiles Vereinigtes Königreich sei umso wichtiger in einer Zeit, in der Großbritannien eine neue Rolle in der Welt suche.

Mehrheit der Schotten gegen Brexit

Die Bürger selbst sind derweil ähnlich gespalten wie beim ersten Referendum im Herbst 2014. Eine Schottin meint beispielsweise, es sollte keine Wiederholung geben – „wir hatten die Chance“, sagt sie, „und haben uns entschieden, bei Großbritannien zu bleiben“:

Ihre Tochter widerspricht: Damals hätten die Gegner der Unabhängigkeit versprochen, Schottland könne nur als Teil Großbritanniens in der EU bleiben – was jetzt aber doch nicht klappt, obwohl 62 Prozent der Schotten gegen den Brexit gestimmt haben.