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Wie steht Deutschland da? Blockchain: Die Technologie hinter der Bitcoin-Währung

Spätestens seit dem Kursanstieg der vergangenen Wochen kennen viele die Digitalwährung Bitcoin. Weniger bekannt ist hingegen die sogenannte Blockchain-Technologie, die dahintersteckt. Dank ihr gelten Bitcoins als besonders transparent und fälschungssicher. Weltweit arbeiten inzwischen hunderte Start-Ups daran, die Technologie weiterzuentwickeln.

Von: Tobias Brunner

Stand: 05.01.2018

Bitcoin-Währung | Bild: picture-alliance/dpa

Die Blockchain ist nichts anderes als eine dezentrale Datenbank. Geht eine Information von A nach B, wird das nicht mehr nur an einer einzigen Stelle festgehalten, sondern tausendfach.

Deutschland steht an dritter Stelle

So lassen sich Transaktionen nur schwer manipulieren. An dieser Technologie arbeiten weltweit laut Marktbeobachtern fast 1.300 Start-Ups – in Deutschland etwa 35. Damit teilt sich Deutschland international Platz 3 zusammen mit China und Kanada. Insbesondere Berlin gilt hierzulande als Blockchain-Hotspot, von dort stammt etwa die Kryptowährung IOTA.

Spitzenreiter sind die USA mit mehr als einem Drittel der Start-Ups. Trotzdem bleiben die Vereinigten Staaten hinter ihren Möglichkeiten zurück, sagt der Wirtschaftsinformatiker Gilbert Fridgen vom Fraunhofer Blockchain-Labor.

"Das mag daran liegen, dass es die großen IT-Konzerne gibt, die von zentralen Lösungen profitieren und die natürlich auch zentrale Lösungen bevorzugen – und die Blockchain, als nativ dezentral, ist etwas, was den Unternehmen nicht so liegt, aber was in Europa sehr, sehr stark vorangetrieben wird."

Gilbert Fridgen, Fraunhofer Blockchain-Labor

Technologie mit Zukunft

Auch in Großbritannien, das vor Deutschland auf Platz 2 liegt. Noch beschäftigen sich die meisten Firmen mit dem Einsatz der Blockchain im Finanzwesen. In den nächsten Jahren dürfte sich das aber auf andere Branchen ausweiten.


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