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Badeverbote Blaualgen - Gefahr für die Gesundheit

Immer wieder kommt es zu Badewarnungen oder -verboten wegen Blaualgen. Sie können für die Gesundheit von Menschen und Tieren gefährlich werden. Doch woher weiß man, wann ein Gewässer belastet ist, und wie sind die Symptome, die Blaualgen hervorrufen können?

Stand: 12.07.2018

03.07.2018, Niedersachsen, Hildesheim: Ein Schild «Vom Baden wird abgeraten - Blaualgen» steht am Hohnsensee. Blaualgen sorgen in einigen niedersächsischen Badeseen für Probleme. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Bild: dpa-Bildfunk/Julian Stratenschulte

Blaualgen sind Bakterien, die sich überall in Gewässern befinden und bei einer normalen Konzentration ungefährlich sind. Gefährlich können sie aber werden, wenn sie sich stark vermehren. Bei einer Massenentwicklung dieser sogenannten Cyanobakterien (von griech. κυανός kyanós, "blau") verschlechtert sich die Wasserqualität deutlich.

Blaualgen produzieren giftige Stoffe

Blaualgen produzieren eine Reihe von giftigen Stoffen, die z. B. Fische und Zooplankton schädigen können. Einige dieser Gifte zählen zu den stärksten natürlichen Giften. Sie können auch für badende Menschen gesundheitsschädlich werden. Eine Gefahr besteht vor allem durch das Schlucken des Wassers - das gilt auch für Hunde!

Erbrechen, Durchfall und Atemnot durch Blaualgen

Blaualgen können bei Menschen zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, geröteten Augen und Atemnot führen können. In Seen mit auffälligem Algenwachstum sollte nicht gebadet werden. Insbesondere bei kleinen Kinder sollte man kein Risiko eingehen. Stellen örtliche Behörden einen Blaualgen-Befall fest, werden Badende durch Schilder informiert. Diese Badeverbote oder -warnungen sollten unbedingt beachtet werden.

Wie erkennt man Blaualgen?

Blaualgen sind nicht blau, sondern bilden grüne Schlieren im Wasser - 20 oder 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche. Diese sind aber meist nicht im ganzen See verteilt, sondern nur stellenweise.

Das Bundesumweltamt gibt folgenden Tipp: Langsam ins Wasser gehen, ohne Schlamm aufzuwirbeln. Wenn Sie knietief im Wasser stehen und Ihre Füße erkennen können, steht dem Badespaß an dieser Stelle nichts im Wege.

Sterben von Blaualgen führt zu Fischsterben

Sterben die Massen von Blaualgen ab, kommt es zu einem weiteren Problem: Beim Abbau der Bakterien wird eine große Menge Sauerstoff verbraucht. So kann es dazu kommen, dass Fische aufgrund von Sauerstoffmangel sterben.

Wie kommt es zu einem Blaualgen-Überschuss?

Zu einer starken Vermehrung von Blaualgen führt ein hoher Nährstoffgehalt - zum Beispiel durch Abwässer mit Waschmittelrückständen. Auch eine steigende Wassertemperatur kann das Blaualgen-Wachstum rasant steigern.


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