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Zweiter Streiktag am Klinikum Nürnberg | BR24

© picture alliance/Sven Hoppe/dpa

Verdi-Plakat zum Warnstreik

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    Zweiter Streiktag am Klinikum Nürnberg

    Auch heute legen die Beschäftigten am Klinikum Nürnberg wieder die Arbeit nieder. Die Gewerkschaft Verdi hat im aktuellen Tarifstreit zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Die Notbetreuung für Patienten ist gewährleistet, so das Klinikum.

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    Der Warnstreik am Klinikum Nürnberg geht heute weiter. Am Vormittag ziehen die Streikenden in einem Demonstrationszug vom Klinikum Nord über das Seniorenwohnheim St. Johannis bis zum Nürnberger Rathaus.

    Es ist der zweite Streiktag in Folge im aktuellen Tarifstreit im öffentlichen Dienst. Gestern hatte die Gewerkschaft Verdi zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen.

    Auch Beschäftigte der Altenpflege beteiligen sich am Streik

    An dem Streik beteiligen sich laut Verdi neben den Klinikmitarbeiterinnen und -mitarbeitern auch wieder Beschäftigte der kommunalen Altenpflege im Nürnberg Stift sowie die Angestellten der Klinikum Nürnberg Service GmbH. Zu der Tochtergesellschaft des Klinikums gehören unter anderem Empfang, Küche, Näherei und die Wäscherei sowie der Transportdienst und der Reinigungsservice. Verdi fordert, dass auch diese Service-Beschäftigten nach dem öffentlichen Dienst bezahlt werden.

    Tarifstreit im öffentlichen Dienst: 2,3 Millionen Euro für Beschäftigte

    Die Gewerkschaft Verdi fordert für alle 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, mindestens 150 Euro und die Anhebung der Azubi-Vergütung um 100 Euro. Zudem sollen die Versprechen aus der letzten Tarifrunde umgesetzt werden, auch im Gesundheitswesen die Pausen in Wechselschicht auf die Arbeitszeit anzurechnen und den Samstagszuschlag auf 20 Prozent anzuheben, so Verdi.

    "Wir brauchen Aufwertung und Entlastung, um die Arbeit gerade auch in der Altenpflege attraktiver zu machen. Unsere unverzichtbare Tätigkeit hat mehr Anerkennung verdient." Markus Sendelbeck, Hygienebeauftragter des Nürnberg Stift

    Die politischen Entscheidungsträger und Arbeitgebervertreter sollten daran denken, dass vielleicht auch sie einmal in einer Altenpflegeeinrichtung gepflegt werden müssten, sagte Markus Sendelbeck, Hygienebeauftragter des NürnbergStift.

    Notbetreuung für Patienten und Heimbewohner

    Dort wie auch am Klinikum hat die Gewerkschaft Verdi eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, die die Sicherheit der Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Patienten während des Arbeitskampfs garantiert. Am Klinikum waren jedoch die Verhandlungen zur weiteren Ausgestaltung der Vereinbarung erneut durch den Vorstand abgebrochen worden, so Verdi.

    Klinikum: Bettenreduktion sei in Corona-Zeiten nicht vertretbar

    Das Klinikum bezeichnete eine Bettenreduktion auf der Intensivstation und auf den internistischen Stationen mit Verweis auf die gestiegenen Corona-Fallzahlen am Klinikum Nürnberg als "medizinisch nicht vertretbar". Auch die Dauer des Warnstreiks sei übertrieben, heißt es in einer Mitteilung des Klinikums.

    "Dass die Beschäftigten zum jetzigen Stand der Verhandlungen aufgerufen werden, ihre Arbeit gleich über 48 Stunden niederzulegen, ist aus Sicht des Klinikums unverhältnismäßig." Mitteilung des Klinikums Nürnberg

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