BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

Zweiter Fall von Geflügelpest in Mittelfranken | BR24

© BR/Julia Müller

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt wurde bei einer toten Kanadagans die Vogelgrippe festgestellt.

Per Mail sharen

    Zweiter Fall von Geflügelpest in Mittelfranken

    In Mittelfranken ist ein zweiter Fall von Geflügelpest aufgetreten. Nach einem Ausbruch in einem Geflügelbetrieb im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gab es nun einen Fall im Landkreis Erlangen-Höchstadt. Dort ist eine Kanadagans verendet.

    Per Mail sharen
    Von
    • Claudia Grimmer
    • Laura Grun

    Wie das Landratsamt Erlangen-Höchstadt mitteilt, wurde die Vogelgrippe bei einer Kanadagans durch Untersuchungen amtlich bestätigt. Zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung der Geflügelpest ordneten die zuständigen Behörden im gesamten Landkreis sowie in der Stadt Erlangen Schutzmaßnahmen an. Eine entsprechende Allgemeinverfügung tritt am morgigen Samstag in Kraft. Damit gilt eine Stallpflicht für Geflügel. Das Füttern von Wildgeflügel ist verboten.

    Mehr als 100 Betriebe im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen untersucht

    Derweil sind im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen nach dem Ausbruch der Geflügelpest in einem Betrieb in Treuchtlingen mehr als 100 Betriebe untersucht worden. Wie ein Sprecher des Landratsamts mitteilt, wurde bislang kein weiterer Infektionsfall festgestellt. Trotzdem gilt die Stallpflicht für den gesamten Landkreis weiterhin. An die Allgemeinverfügung müssen sich alle privaten und gewerblichen Tierhalter halten, die Hühner, Fasane, Enten oder Gänse besitzen, so der Sprecher weiter. Die Tiere müssen entweder in geschlossenen Ställen oder oder unter einer Vorrichtung untergebracht werden, die aus einer überstehenden, dichten Abdeckung und einer Seitenbegrenzung bestehen muss.

    Alle Tiere in einem Betrieb in Treuchtlingen getötet

    Vor einer Woche mussten alle Tiere eines Betriebs in Treuchtlingen getötet werden, da dort die Geflügelpest ausgebrochen war. Um eine Ausbreitung der Krankheit auf weitere Nutz- und Haustierbestände zu verhindern, wurden ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet rund um den betroffenen Betrieb festgelegt.

    Wildvögel dürfen nicht angefasst werden

    Die Bevölkerung ist aufgerufen, verendetes Geflügel und Wildvögel weder anzufassen noch zu bewegen. Wer ein totes Tier sieht, sollte die Polizei, die jeweilige Gemeinde oder das Veterinäramt informieren. Für den Menschen sei das Virus nach derzeitigen Erkenntnissen ungefährlich. Enger Kontakt zu krankem oder verendetem Geflügel sollte dennoch vermieden werden.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!