Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Zwei Verletzte nach Prügelei bei Amateur-Fußballspiel in München | BR24

© dpa/Patrick Seeger

Ein Schiedsrichter zeigt einem Fußballspieler die rote Karte.

8
Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Zwei Verletzte nach Prügelei bei Amateur-Fußballspiel in München

Bei einem Amateur-Fußballspiel im Münchner Stadtteil Denning ist es am Samstagnachmittag zu einer Prügelei gekommen. Zwei Menschen wurden dabei verletzt.

8
Per Mail sharen
Teilen
© BR Sport

Gewalt ist im Amateurfußball keine Seltenheit

Am Samstagnachmittag ist es während eines Amateur-Fußballspiels in der B-Klasse im Münchner Stadtteil Denning zu einer Schlägerei gekommen. Zwei Spieler wurde dabei verletzt. Nach Informationen der Polizei hatte ein Spieler der Gastmannschaft einen Spieler der Heimmannschaft beleidigt.

Schlägerei bei Fußballspiel in München

Dieser geriet daraufhin so in Rage, dass er dem Gegenspieler mit der rechten Faust ins Gesicht schlug. Obwohl der 29-Jährige durch den Schlag zu Boden fiel, trat der aufgebrachte Spieler noch einmal mit dem Fuß gegen seinen Kopf.

Als die Mannschaftskollegen den Spieler wegzogen, sprang unvermittelt ein weiterer Spieler der Gastmannschaft auf einen 43-Jährigen der Heimmannschaft zu und trat ihn mit dem Fuß in den Brustbereich. Dabei wurde auch er verletzt. Der bereits am Boden liegende 29-Jährige musste zur weiteren Abklärung mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Ausschreitungen auf Spielfeldern sorgen für Schlagzeilen

Zuletzt gab es auf Fußballplätzen einige Fälle von gewalttätigen Ausschreitungen - insbesondere gegenüber Schiedsrichtern. Bei einem C-Liga-Fußballspiel in Hessen, wurde Ende Oktober ein Schiedsrichter angegriffen. Der 22-Jährige war in der Partie des FSV Münster gegen den TV Semd von einem Spieler der Gastgeber bewusstlos geschlagen worden. Ein Rettungshubschrauber musste ihn damals ins Krankenhaus bringen. Inzwischen konnte er das Krankenhaus jedoch wieder verlassen.

In Berlin sollen die Schiedsrichter des Landesligisten Friedenauer TSC bei Spielen ab sofort sogar von einer Sicherheitsfirma geschützt werden. "Bei uns gab es keine Gewalt gegen Schiris. Aber um die Sicherheit auch in Zukunft zu gewährleisten, haben wir uns dazu entschlossen", sagte Ronny Herms, Mitglied im TSC-Vorstand gegenüber der Bild. "Worte und Banner sind nicht genug."

Innenminister Seehofer verurteilt Gewalt im Sport

Auch Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), der zugleich Sportminister ist, verurteilt die Gewalt. Er sieht darin jedoch ein generelles gesellschaftliches Problem. "Das ist ein starkes Zeichen für die Verrohung in unserer Gesellschaft, die mittlerweile auch im Sport sehr um sich greift", sagte Seehofer bereits Ende Oktober. Das Problem müsse über Strafverfahren in den Sportverbänden geregelt werden.