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Zwei Unterfranken hoffen auf Sprung ins Europaparlament | BR24

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Europawahl 2019 - die Kandidaten aus Unterfranken

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Zwei Unterfranken hoffen auf Sprung ins Europaparlament

Zur Europawahl heute waren auch knapp über eine Million Unterfranken aufgerufen. Nur zwei Bewerber aus der Region haben sich im Vorfeld geringe Hoffnung auf einen Sitz im Europaparlament gemacht: Kerstin Westphal (SPD) und Christian Staat (CSU).

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Beide Politiker haben Europa-Erfahrung. Trotzdem könnte Unterfranken nach der Europawahl ohne Vertretung in Europa dastehen, auch wenn zum Beispiel Würzburg eine Hochburg der Briefwähler ist. Bei der aktuellen Europawahl liegt die Quote der beantragten Briefwahlunterlagen laut Rathaussprecher Christian Weiss bei 32,5 Prozent.

Die aktuellen Hochrechnungen und später auch die Wahlergebnisse zum Beispiel für die bayerischen Landkreise, Städte und Bezirke finden sie auf unserem Ergebnis-Portal.

Kerstin Westphal - kämpferisch für die Region

© SPD / Kerstin Westphal

Kerstin Westphal

Kerstin Westphal ist 56 Jahre alt und gelernte Erzieherin. Sie hat zwei Kinder. Seit zehn Jahren sitzt die Sozialdemokratin schon im Europaparlament. Parteifreunde beschreiben sie als sattelfeste, kämpferische Vertreterin der Region. Doch obwohl Kerstin Westphal viel Einsatz zeigt, die Wiederwahl könnte eng werden. Und das liegt gar nicht so sehr an ihr, sondern daran, dass die Sozialdemokraten gerade bundesweit schwache Zahlen einfahren. Kerstin Westphal steht auf der SPD-Bundesliste auf Platz 23. Die SPD müsste deutlich über 22 Prozent holen, damit sie wieder im EU-Parlament sitzt.

Christian Staat - jung und europaerfahren

© CSU / Christian Staat

Christian Staat

Auch für Christian Staat, 35 Jahre jung und von der CSU, sieht es nicht besonders gut aus: Fünf CSU-Parlamentarier sitzen aktuell in Brüssel und die Union bräuchte klar über 40 Prozent der Stimmen - also deutlich mehr als vor fünf Jahren - um weitere Abgeordnete ins Europaparlament zu schicken. Christian Staat steht erst auf Platz acht der CSU-Liste. Dabei gilt er als ausgewiesener Europakenner: Seit 2015 arbeitet er für den deutschen EU-Kommissar Günther Oettinger – zurzeit als sein Büroleiter.

Auch einen Platz hinter Christian Staat auf Platz neun findet sich mit Karin Passow eine weitere Unterfränkin auf der CSU-Liste. Die 49 Jahre alte Betriebswirtin aus dem Landkreis Miltenberg ist auf dem Bauernhof ihrer Familie aufgewachsen. Studiert hat sie in Bamberg. Heute ist sie Personalleiterin eines mittelständigen Unternehmens mit 350 Mitarbeitern.

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Der Mittelpunkt der EU liegt bei Westerngrund im Landkreis Aschaffenburg. Seit sechs Jahren ist die fränkische Gemeinde quasi der Nabel des Kontinents - und eine Touristenattraktion. Ein Eindruck vom Wahltag.

Weitere Europawahl-Kandidaten aus der Region

Uwe Hartmann ist 56 Jahre alt und tritt für die Bayernpartei auf Platz vier ihrer Europaliste an. Er ist Stadt und Kreisrat aus Kitzingen – also politikerfahren.

Für die paneuropäische Volt-Partei tritt Hans-Günter Brünker aus Bad Brückenau auf Platz 13 der Liste an. Er ist 52 Jahre alt und lebt als Schauspieler inzwischen in Bamberg.

Adelheid Wohlfart ist Kandidatin für die Feministische Partei auf deren Listenplatz neun. Sie ist 58 Jahre alt und Pflegehelferin. Seit 20 Jahren ist sie politisch aktiv und setzt sich vorrangig für Frauenrechte ein.