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Schwere Unfälle und ein Bub mit Schutzengel | BR24

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Fahrrad-Unfälle in München

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Schwere Unfälle und ein Bub mit Schutzengel

Ein toter Radler, zwei Schwerstverletzte und ein illegales Autorennen - das ist die traurige Verkehrsbilanz der Münchner Polizei zum Osterwochenende. Glück im Unglück hatte dagegen ein Vierjähriger, der mit seinem Laufrad unter einen Reisebus geriet.

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Bei zwei schweren Verkehrsunfällen wurde am Osterwochenende ein Radfahrer tödlich verletzt, ein anderer schwebt in Lebensgefahr. Am Samstag parkte ein 62-jähriger Autofahrer in Ottobrunn (Lkr. München) zur Mittagszeit ordnungsgemäß am rechten Fahrbahnrand. Beim Aussteigen übersah er jedoch einen 86-jährigen Radler, der an dem abgestellten Pkw vorbeifahren wollte.

Ohne Helm geradelt

Der Radfahrer, der ohne Helm unterwegs war, prallte gegen die Autotür und stürzte. Er wurde mit einem Schädel-Hirn-Trauma ins Krankenhaus gebracht, wo er wenige Stunden später seinen Verletzungen erlag. Gegen den Unfallverursacher wird wegen fahrlässiger Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt.

Ohne erkennbare Ursache umgefallen

Im zweiten Fall fuhr ein 27-Jähriger am Sonntagvormittag im Münchner Stadtteil Mittersendling auf dem Radweg, als er - laut Zeugenaussagen - ohne erkennbare Fremdeinwirkung nach rechts umkippte und mit dem Kopf auf den Gehweg prallte.

Auch dieser Radler trug keinen Helm und wurde mit einer lebensbedrohlichen Schädelfraktur ins Krankenhaus gebracht. Nach Angaben der Polizei war der 27-Jährige nicht alkoholisiert. Die Ermittler suchen Zeugen, die den Unfall gesehen haben.

Pkw-Fahrerin übersieht Motorradfahrer

Ebenfalls schwerst verletzt wurde ein 35 Jahre alter Motorradfahrer aus Wiesbaden am Samstagnachmittag im Münchner Stadtteil Moosach. Eine 52-jährige Pkw-Fahrerin, die links abbiegen wollte, übersah den entgegenkommenden Motorradfahrer und stieß mit ihm zusammen. Der Motorradfahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen, der Sachschaden liegt bei mehreren zehntausend Euro.

Glück im Unglück für Vierjährigen

Glück im Unglück hatte dagegen ein vierjähriger Junge im Münchner Stadtteil Obersendling: Am Freitagabend geriet er mit seinem Laufrad unter einen Reisebus - und wurde nur leicht verletzt. Der Busfahrer, ein 58-jähriger Österreicher, war kurz vor 20 Uhr auf dem Weg zu einem Hotel in Obersendling.

Laut Polizei bog er an einer Kreuzung bei grüner Ampel rechts ab und übersah dabei zwei Kinder, die mit ihrer Mutter die Kreuzung überqueren wollten. Dabei geriet der Vierjährige mit seinem Laufrad unter den Bus. Sein zehnjähriger Bruder, der zu Fuß unterwegs war, stieß mit dem Fahrzeug zusammen. Beide wurden leicht verletzt, der Rettungsdienst brachte die Geschwister zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Der Busfahrer erlitt einen Schock und musste von einem Kriseninterventionsteam betreut werden.

Ohne Skrupel durch München gerast

Am Samstagabend ist gegen 21.45 Uhr eine zivile Streife auf zwei Audi A4 aufmerksam geworden, die auf der Ingolstädter Straße nebeneinander stadtauswärts mit hoher Geschwindigkeit um die Wette fuhren. Laut Polizei beschleunigten die Fahrzeugführer bis auf 140 Stundenkilometer.

Mit der Unterstützung einer zweiten Streife konnte ein 22-jähriger Münchner gestoppt werden. Sein Führerschein wurde sichergestellt und das Auto als Beweismittel beschlagnahmt. Ihm und dem zweiten Fahrer, gegen den ebenfalls ermittelt wird, drohen Anzeigen wegen verbotenen Autorennens.