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Zwei Saatgut-Festivals in Bayern | BR24

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Zwei Saatgut-Festivals in Bayern

Am Wochenende treffen sich wieder Liebhaber alter Obst- und Gemüsesorten, um Raritäten und Erfahrungen auszutauschen. Durch gezielten Anbau und Vermehrung versuchen sie, das Aussterben selten gewordener Kulturpflanzen zu verhindern.

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Das nach eigenen Angaben größte Saatgut-Festival Deutschlands beginnt am Samstag um 11.00 Uhr in der Karl-Knauf-Halle im unterfränkischen Iphofen. In München treffen sich die Freunde alter Sorten am Sonntag ab 10.00 Uhr im Ökologischen Bildungszentrum in der Englschalkinger Straße. Zu beiden Veranstaltungen kamen im vergangenen Jahr jeweils weit mehr als 1.000 Besucher. 

Sortenvielfalt erhalten

Tomaten in den unterschiedlichsten Farben, Formen und Aromen, violette Karotten, Kartoffeln mit rosa Fleisch, weiße Bete, blaue Kapuzinererbsen, Palmkohl und Filderkraut  – welch große Vielfalt von Gemüsesorten es einmal gab, ist heute kaum noch bekannt. Seit 1930 sind rund 70 Prozent unserer alten Kulturpflanzen verloren gegangen. 

Ursachen dafür sind, so Andrea Bertele vom Saatgutfestival München, die Ansprüche der intensiven Landwirtschaft und die moderne Pflanzenzüchtung. Saatguterhaltungsvereine und Hobbygärtner versuchen seit einigen Jahren, durch gezielten Anbau und den Austausch von Samen dieser Entwicklung entgegen zu wirken.

Gemüseraritäten wieder entdeckt

Für den privaten Anbau eignen sich die alten Sorten übrigens oft besonders gut, da sie über Eigenschaften verfügen, die für Hobby-Gärtner und Selbstversorger interessant sind. Dies können zum Beispiel besondere Robustheit oder ein langer Erntezeitraum sein. Die alten Sorten mit den oft phantasievollen Namen sind zudem alle samenfest; das heißt, sie können für den Eigenbedarf weiter vermehrt werden. Bei modernen Hybridsorten ist das in der Regel nicht der Fall. 

Mehr dazu heute im Notizbuch im Programm Bayern 2 ab 10.00 Uhr.