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Zwei Offiziersanwärter entlassen | BR24

© pa/dpa/Maurizio Gambarini

Soldaten des Wachbataillons der Bundeswehr

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    Zwei Offiziersanwärter entlassen

    Die Ermittlungen gegen rechtsextreme Soldaten an der Bundeswehr-Universität in Neubiberg bei München haben erste Konsequenzen. Wie NDR, WDR, SZ und "Spiegel" erfahren haben, wurden zwei Offiziersanwärter entlassen. Von Denise Friese und Florian Haas

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    Die beiden Offiziersanwärter sollen Ende des vergangenen Jahres mit Aussprüchen wie "Judensau", "Neger" oder "Heil Hitler" aufgefallen sein. Sie wurden nach Informationen von NDR, WDR, Süddeutscher Zeitung und "Spiegel" bereits vergangene Woche aus dem Dienst entfernt. Erst vor kurzem war bekannt geworden, dass der Militärische Abschirmdienst (MAD) gegen vier Studenten der Münchner Bundeswehr-Universität ermittelt - wegen des Verdachts auf Rechtsextremismus.

    Nähe zur Identitären Bewegung

    Die Studenten sollen Verbindungen zur sogenannten Identitären Bewegung haben. Einer der beiden Entlassenen soll nach Informationen der Süddeutschen Zeitung zu dieser Personengruppe gehört haben. Die Identitäre Bewegung wird vom Verfassungsschutz beobachtet. Es gebe Anlasspunkte für Inhalte gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung.

    Franco A. und die Folgen

    Die Ermittlungen des Militärischen Abschirmdienstes gegen mehrere aktive und ehemalige Studenten der Bundeswehr-Uni waren im Zusammenhang mit den Nachforschungen im Fall des rechtsextremen Oberleutnants Franco A. bekannt geworden. Der Terrorverdächtige und sein mutmaßlicher Komplize Maximilian T. hatten möglicherweise beide Kontakt zu einem Studenten der Neubiberger Hochschule, der dem MAD schon früher wegen rechter Umtriebe aufgefallen war. Der inzwischen inhaftierte Franco A. soll Anschläge auf Politiker geplant haben. Er führte ein Doppelleben als "syrischer Flüchtling".