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Neue Coronafälle in der Oberpfalz: Massentest vor Gesundheitsamt | BR24

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Im Landkreis Cham gibt es einen zweiten bestätigten Coronafall. Es handelt sich um die Mutter der 23-jährigen Frau aus der Gemeinde Pemfling, deren Coronavirus-Erkrankung sich bereits am Freitagabend bestätigt hatte.

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Neue Coronafälle in der Oberpfalz: Massentest vor Gesundheitsamt

In einem eigens dafür aufgestellten Container vor dem Gesundheitsamt in Cham sind Menschen auf das Coronavirus getestet worden. Mittlerweile gibt es mehrere bestätigte Fälle in der Oberpfalz.

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Von
  • Renate Roßberger
  • Kathrin Unverdorben
  • BR24 Redaktion

Vor dem Gesundheitsamt in Cham stehen ein Container des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und ein Zelt. Darin machen Ärzte und ärztliche Helfer Massentests auf das Coronavirus. Am Wochenende wurden 50 Personen getestet. Alle sind momentan vorsichtshalber in häuslicher Quarantäne.

Mittlerweile gibt es mehrere positiv getestete Corona-Patienten in der Oberpfalz, betroffen sind die Landkreise Schwandorf, Regensburg, Amberg-Sulzbach und Cham.

Mutter und Tochter in Quarantäne

Zwei Coronafälle sind bislang aus dem Kreis Cham bekannt. Es handelt sich dabei um eine 23-Jährige und deren Mutter. Sie waren zusammen auf einer Busreise in Südtirol und kehrten am 1. März aus dem Skiurlaub zurück. Mittlerweile sind sie in häuslicher Quarantäne. Zuvor waren sie aber jeweils an ihren Arbeitsplätzen.

Bürgermeister macht Homeoffice

Die junge Frau arbeitet in einem Betrieb im Raum Regensburg. Dort wurden die Mitarbeiter bereits ins Homeoffice geschickt. Die Mutter ist in der Gemeindeverwaltung Pemfling tätig, welche die nächsten Tage geschlossen bleibt. Auch der Bürgermeister von Pemfling arbeitet erstmal von zuhause aus, wie es hieß. Der Parteiverkehr werde telefonisch aufrecht erhalten. Der Krankheitsverlauf der beiden Frauen sei bisher milde, teilte das Landratsamt mit.

Testergebnisse liegen erst kommende Woche vor

Insgesamt wurden im Umfeld der 50 Busreisenden aus Südtirol 100 Menschen auf das Coronavirus getestet. Wie das Landratsamt auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mitgeteilt hat, liegen die Ergebnisse frühestens am Montag vor. Vorsorglich sind alle in häuslicher Quarantäne.

Chams Landrat empfiehlt Briefwahl

Für die anstehende Kommunalwahl kommenden Sonntag soll eine Lösung gefunden werden. Der Chamer Landrat Franz Löffler (CSU) sagte, er empfehle generell die Briefwahl. Er appellierte an die Bevölkerung, sorgsam, aber besonnen mit der Lage umzugehen. Das Wichtigste sei momentan, die Verbreitung des Virus hinauszuzögern, so dass man die Folgen "dosiert" bewältigen könne. Deshalb seien die Quarantänemaßnahmen so wichtig.

Krankenhäuser seien auf Coronapatienten vorbereitet

In den Krankenhäusern der Region sei man vorbereitet, falls es schwerere Verläufe geben sollte, hieß es. Sollten es mehr Menschen mit kritischen Verläufen geben, würde das Krankenhaus Roding Schwerpunkthaus dafür werden. Momentan reiche aber bei den Betroffenen die häusliche Quarantäne. Der Landrat bittet, die Durchführung größerer Veranstaltungen in nächster Zeit zu überdenken. Außerdem sollte die Bevölkerung die empfohlenen Verhaltensregeln der Gesundheitsämter einhalten, vom regelmäßigen Händewaschen bis zum Verzicht auf den persönlichen Händedruck. Auf Reisen in Risikogebiete solle man verzichten.

Erster Corona-Fall auch in Schwandorf

Mittlerweile wurde der erste Coronavirus-Fall in Schwandorf bestätigt. Wie das Landratsamt mitteilte, handelt es sich um einen 49 Jahre alten Mann. Er war bis vergangenen Mittwoch im Skiurlaub in Tirol. Am Freitag bekam er erste grippeartige Symptome, worauf er sich testen ließ. Das Ergebnis lag am Sonntag vor und war positiv. Der Mann, seine Frau und sein Kind, die beide nicht mit im Urlaub waren, befinden sich alle in häuslicher Quarantäne, berichtet das Landratsamt. Bei Frau und Kind liegen keine positiven Befunde vor.

Landratsamt Schwandorf: "Kein Grund zur Panik"

Das Gesundheitsamt Schwandorf hat alle notwendigen Maßnahmen in die Wege geleitet, heißt es. So wurde nach Bekanntwerden sofort damit begonnen, alle Kontaktpersonen zu ermitteln. "Wir nehmen den Fall sehr ernst, aber es besteht kein Grund zur Panik", teilte Pressesprecher Hans Prechtl mit.

Schule und einzelne Klassen geschlossen

Wegen begründeten Verdachtsfällen auf Corona bleibt am Montag und Dienstag die Grundschule Stulln mit den Klassen 1 bis 4 geschlossen. Auch für die Klassen 2a und 4a an der Grundschule Burglengenfeld findet kein Unterricht statt sowie für die Klasse 7c am Johann-Michael-Fischer-Gymnasium Burglengenfeld. Das teilte das Landratsamt am Sonntagabend mit.

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Im Landkreis Cham gibt es einen zweiten bestätigten Coronafall. Es handelt sich um die Mutter der 23-jährigen Frau aus der Gemeinde Pemfling, deren Coronavirus-Erkrankung sich bereits am Freitagabend bestätigt hatte.

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