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Symbolbild: Ein Mitarbeiterin des Roten Kreuzes zieht eine Spritze mit Pfizer-BioNTech-Impfstoff auf.

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    Zwei Betriebe in der Region Main-Rhön impfen gegen Corona

    Es ist ein Modellprojekt, um die Impfkampagne gegen das Coronavirus voranzubringen: In zehn bayerischen Unternehmen impfen die Betriebsärzte die Belegschaft. Aus Unterfranken sind zwei Unternehmen ausgewählt worden - und legen im Rekordtempo los.

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    Von
    • Ralph Wege

    Mit den Fränkischen Rohrwerken in Königsberg (Lkr. Haßberge) und dem Automobilzulieferer Jopp in Bad Neustadt (Lkr. Rhön-Grabfeld) beteiligen sich zwei unterfränkische Familienunternehmen am Modellprojekt der Betriebsimpfungen. In beiden Unternehmen sind die Impfungen durch den Betriebsarzt Ende vergangener Woche angelaufen. Die Impfbereitschaft der Mitarbeitenden ist hier wie dort offensichtlich groß.

    Zwei Impfstraßen bei den Fränkischen Rohrwerken

    Am Hauptsitz der Fränkischen Rohrwerke in Königsberg wird seit dem ersten Mai auf zwei Impfstraßen geimpft. Wie Mario Ziegler als Leiter der Arbeitssicherheit dem BR gesagt hat, erfolgten die Impfungen im Sechs-Minuten-Takt und seien auch am Sonntag fortgesetzt worden. Jeden Tag könnten so 156 Mitarbeitende eine Impfdosis erhalten. Laut Mario Ziegler arbeiten rund 1.700 Beschäftigte am Standort Königsberg. Somit könnten bis zum siebten Mai alle Impfwilligen des Unternehmens eine Erstimpfung erhalten. "Viele wollen sich impfen lassen und freuen sich über das Angebot", so Ziegler. Die Zweitimpfung solle sechs Wochen später erfolgen.

    Modellprojekt mit zehn Unternehmen im Freistaat

    Die Fränkische Rohrwerke stellen vor allem Rohre, Schächte und Systemkomponenten aus Kunststoff und Metall her. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 4.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 22 Standorten. Für das Modellprojekt der Betriebsimpfungen habe das Bayerische Gesundheitsministerium zusammen mit der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zehn Firmen im Freistaat ausgewählt, so Mario Ziegler. Dabei seien Unternehmen von unterschiedlicher Größe aus Hochinzidenzgebieten ausgesucht worden.

    Alle drei Minuten eine Impfung bei JOPP in Bad Neustadt

    Mit im Kreis der Modellunternehmen ist auch die Firma JOPP aus Bad Neustadt an der Saale. Wie Geschäftsführer Martin Büchs dem BR gesagt hat, habe der Automobilzulieferer am 30. April mit den Impfungen der Beschäftigten begonnen. Alle drei Minuten sei eine Impfdosis verabreicht worden. Gemeinsam mit dem Impfzentrum Rhön-Grabfeld, dem Betriebsarzt und weiteren Fachkräften wolle JOPP seine Beschäftigten an sämtlichen Standorten der Region impfen - und zwar "im Rekordtempo", so Martin Büchs. Die Impfbereitschaft der etwa 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Region sei sehr hoch.

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