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Zwei Azubis deutschlandweit: Spielwarenhersteller in Neustadt | BR24

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Der Ausbildungsberuf des Spielwarenherstellers war eher in der DDR populär. Aber es gibt ihn immer noch, auch wenn die Zahl der Lehrlinge mittlerweile mehr als überschaubar ist. So wie in der Firma Heunec in Neustadt bei Coburg.

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Zwei Azubis deutschlandweit: Spielwarenhersteller in Neustadt

Der Beruf des Spielzeugherstellers war in der DDR bekannt und beliebt. Jetzt ist er außergewöhnlich: In ganz Deutschland gibt es derzeit nur zwei Auszubildende. Sie erlernen ihren Beruf in der Firma Heunec in Neustadt bei Coburg.

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Von
  • Marc Neupert

Der Beruf des Spielwarenherstellers gehörte in der DDR zu einem sehr bekannten und beliebten Beruf. Auch heutzutage existiert er noch, doch die Zahl der Lehrlinge ist sehr überschaubar. Deutschlandweit gibt es derzeit nur zwei Auszubildende, Tamara Forst und Hasiba Mohammadi. Die beiden Frauen erlernen ihren ausgefallenen Beruf in der Firma Heunec in Neustadt bei Coburg.

Beruf Spielwarenhersteller: "Kinder glücklich machen, ist toll"

Tamara Forst hat die Lehre erst im Herbst begonnen und weiß schon nach den ersten Monaten, dass sie ihren Traumberuf gefunden hat. "Da ist viel Abwechslung drin und es ist nichts flaches wie einfach nur Kleidung herzustellen, sondern was zum anfassen und zum kuscheln", erklärt die Auszubildende. "Figuren und Puppen herzustellen, die kleine Kinder glücklich machen, ist einfach toll", so Tamara weiter.

Azubi Kollegin Hasiba ist schon im zweiten Lehrjahr. Die 28-Jährige flüchtete 2015 mit ihrer Familie aus Afghanistan nach Deutschland. In ihrer alten Heimat hatte sie als Schneiderin gearbeitet. Nach einem Praktikum bei Heunec merkte sie schnell, dass ihr der Beruf Spaß macht.

Schon jetzt ist klar, dass die beiden jungen Frauen nach der Ausbildung bei Heunec wohl einen festen Job haben werden.

Nachwuchs für die Spielwaren-Produktion in Coburg gesucht

Auch wenn der Großteil der Spielwaren heute in China produziert wird, sucht der oberfränkische Spielwarenanbieter Heunec immer händeringend nach Nachwuchs für die Kuscheltier-Produktion. Wie viele Branchen leidet auch die Spielwaren-Industrie in Deutschland an Fachkräftemangel. Heunecs Geschäftsführerin Barabar Fehn-Dransfeld legt viel Wert darauf, dass ihre Mitarbeiter nicht nur die Ideen für Kuscheltiere liefern, sondern auch das Handwerk beherrschen. Sie hofft, dass künftig wieder mehr Spielsachen in Deutschland produziert werden. Und dafür braucht Heunec junge kreative Mitarbeiter wie Tamara und Hasiba.

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