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Zwangspause für Schiffe: Schleuse muss wieder repariert werden | BR24

© Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Donau MDK

Der beschädigte Kantenschutz am Schleusentor

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Zwangspause für Schiffe: Schleuse muss wieder repariert werden

Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat ein Schiff ein Tor an der Main-Donau-Kanal-Schleuse in Riedenburg im Landkreis Kelheim beschädigt. Jetzt muss der Schaden wieder behoben werden. Schiffe müssen deshalb warten - vermutlich einige Tage.

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Die erneute Beschädigung eines Tores an der Riedenburger Schleuse beschert den Schiffen auf dem Main-Donau-Kanal eine weitere mehrtägige Zwangspause. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts muss das Tor wieder instand gesetzt werden. Damit, dass die Schleuse wieder geöffnet wird, ist erst gegen Ende der Woche zu rechnen - wenn die Arbeiten reibungslos verlaufen.

Verursacher ist verschwunden

Nachdem am 5. Juni ein Flusskreuzfahrtschiff das untere Schleusentor beschädigt hatte, was eine fast zweiwöchige Reparatur zur Folge hatte, hat diesmal ein Schiff den Kantenschutz am oberen Tor erwischt. Allerdings fehlt von dem Verursacher jede Spur, auch weil der Schaden erst am Freitag kurz vor Mitternacht entdeckt wurde. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei dauern an.

"Eine Havarie mit dem Kantenschutz hatten wir am Main-Donau-Kanal bisher noch nicht gehabt und jetzt gleich zweimal hintereinander an derselben Schleuse!" Kai Bramhoff, Projektleiter für die Instandsetzung

Schiffe müssen warten

Probleme ergeben sich durch die Sperre vor allem für die Veranstalter von Flusskreuzfahrten, die ihre Passagiere mit Bussen weitertransportieren müssen – und für Frachtschiffe, die ihre Ladung nicht mehr pünktlich zum Zielhafen bringen können. Am Samstagabend warteten bereits elf Schiffe auf die Weiterfahrt, weitere dürften hinzukommen. Bei der letzten Reparatur, die erst am 19. Juni endete, warteten am Ende mehr als 100 Schiffe in Häfen und an Anlegern entlang des Kanals auf die Freigabe der Schleuse.