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Schloss in Lohr am Main
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Schloss in Lohr am Main

Kunstminister Bernd Sibler (CSU) hat am Sonntag bekanntgegeben, dass die Instandsetzung des Schlosses in Lohr am Main (Lkr. Main-Spessart) mit 417.500 Euro aus dem Entschädigungsfonds unterstützt wird. Das Schloss besitzt eine verhältnismäßig große und vielfach verschnittene Dachlandschaft, die Schäden aufweist. Die Schwerpunkte der Sanierung liegen deshalb auf der Reparatur des Tragwerks und der kompletten Neueindeckung der Dachhaut. Auch Arbeiten am Natursteinmauerwerk stehen an.

"Das sagenumwobene Schneewittchen-Schloss in Lohr am Main verzaubert nicht nur seine kleinen Besucher. Das malerische Schloss begeistert schon rein äußerlich durch seine beeindruckende Architektur. Im Innern befindet sich außerdem das Spessartmuseum, das sich mit der reichen Geschichte der unterfränkischen Region befasst. Ich freue mich sehr, dass wir dieses kulturell vielfältige Baudenkmal mit Mitteln aus dem Entschädigungsfonds unterstützen können." Kunstminister Bernd Sibler (CSU)

💡 Heimat von Grafen, Kurfürsten, Landräten, Museum und Schneewittchen?

Das Lohrer Schloss wurde 1389 erstmals erwähnt, es geht vermutlich auf eine Gründung der Grafen von Rieneck um 1340 zurück. Nach dem Aussterben der Rienecker übernahm 1559 das Kurfürstentum Mainz das Schloss und baute es für die Zwecke eines Amtssitzes erheblich um. 1814 erfolgte der Übergang an das Königreich Bayern. Das Schloss diente längere Zeit als Landratsamt. Seit 1972 ist das Spessartmuseum dort beheimatet. 1986 will der Lohrer Apotheker und Lokalhistoriker Dr. Karlheinz Bartels in einer nicht ganz ernst gemeinten Abhandlung nachgewiesen haben, dass die Grimm‘sche Märchenfigur Schneewittchen aus Lohr stammt.

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Regionalnachrichten aus Mainfranken vom 15.04.2019 - 06:30 Uhr