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Zusammenarbeit mit Sana Kliniken AG gescheitert | BR24

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Krankenhausflur mit leeren Betten

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    Zusammenarbeit mit Sana Kliniken AG gescheitert

    Nach BR-Informationen wird es keine Zusammenarbeit zwischen dem angeschlagenen westmittelfränkischen Klinikverbund ANregiomed und der Sana Klinken AG geben. Die dazu nötigen Stimmen kamen nicht zusammen. Von Claudia Mrosek

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    Stundenlang hat der Verwaltungsrat hinter verschlossenen Türen diskutiert – erst tief in der Nacht stand BR-Informationen zufolge fest: die notwendige Dreiviertel-Mehrheit für eine Zusammenarbeit mit der Sana Kliniken AG, sie wurde knapp verpasst. Nun wird die Geschäftsbesorgung wohl europaweit ausgeschrieben.

    An der kommunalen Trägerschaft durch Stadt und Landkreis Ansbach soll nicht gerüttelt werden. Das heißt, eine Privatisierung des defizitären Klinikverbunds wird seitens des Verwaltungsrats nicht angestrebt. Außerdem will man die Standorte in Ansbach, Rothenburg, Dinkelsbühl und Feuchtwangen erhalten.

    Kritische Stimmen gegen einen Vertrag mit Sana gab es zum Beispiel aus der SPD-Stadtratsfraktion und vom Dinkelsbühler CSU-Oberbürgermeister Christoph Hammer. Dabei geht es unter anderem darum, sich an die offiziellen Vergaberichtlinien zu halten. Die Befürworter eines Vertrags mit Sana führen an, dass sich die Geschäftsbesorgung dann weiter in die Länge ziehen würde. Wie mehrfach berichtet, steckt das Kommunalunternehmen tief in den roten Zahlen. Im vergangenen Jahr belief sich das Defizit auf rund 15 Millionen Euro. Kalkuliert worden war ursprünglich mit etwa einem Drittel dieser Summe.