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Zurück zum Zweinutzungshuhn? | BR24

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Zurück zum Zweinutzungshuhn?

Hühner werden entweder gezüchtet, damit sie Fleisch ansetzen oder damit sie Eier legen. Die Brüder der Eier legenden Hennen aufzuziehen - das lohnt sich nicht; sie werden meist vergast. So mancher Bauer sucht nach einer anderen Lösung.

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Hans Limmer, Bio-Bauer aus Niederbayern, hat früher auch die männlichen Küken aussortiert. Doch jetzt ist er umgestiegen: Statt hochspezialisierter brauner Legehybridhennen picken auf seinem Hof in Wurmsham weiße Hühner der Rasse Sandy. Die Hennen legen wie gewohnt die Eier; die Hähne werden aber nicht mehr getötet, sondern kommen auf einen Betrieb in Norddeutschland. Dort werden sie neun bis zehn Wochen aufgezogen und dann zu Geflügelwurst verarbeitet. Denn als Mastgockel mit breiter Brust - so wie es die Verbraucher wünschen - eignet sich der Bruder von Sandy nicht.

Hilfe von der Biohennen-AG

Limmer vermarktet seine Eier über die Biohennen AG. Die Organisation bezuschusst die Aufzucht der männlichen Sandyküken, die sich sonst wirtschaftlich nicht rechnen würde. Deshalb kostet ein Ei im Laden auch 60 Cent. Limmer selbst verdient an der Umstellung nicht. Aber ihm ist die Sache ein Herzensanliegen:

"Ich glaube, viele Verbraucher wissen das gar nicht, dass das im Bio-Bereich auch gemacht wird, dieses Küken-Schreddern. Und drum glaube ich, müssen wir da im Bio-Bereich auch davon wegkommen." Hans Limmer, Halter von Biohennen

Trotz allem - Sandy ist ein Hochleistungshuhn, das von einer der weltweit größten Zuchtfirmen an Bauern geliefert wird. Deshalb gibt es Biobauern, die noch weiter gehen wollen. Sie möchten, dass sich die Zweinutzung von Hühnern auch wirtschaftlich wieder lohnt. Aber da müssten auch die Verbraucher mitmachen. Zum Beispiel indem sie beim Einkauf auch die weniger fleischigen Hähnchenbrüste akzeptieren.