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Zum Teil "angespannte" Lage auf Intensivstationen in Oberfranken | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Robert Michael

Für Stadt und Landkreis Hof gibt es insgesamt nur noch drei freie Intensivbetten (Symbolbild).

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Zum Teil "angespannte" Lage auf Intensivstationen in Oberfranken

Im Raum Hof sind aktuell nur noch wenige Intensivbetten frei, ein Verantwortlicher spricht von einer nicht vergleichbaren Situation seit Ausbruch der Pandemie: Einige Kliniken in Oberfranken spüren die Folgen der hohen Corona-Inzidenzwerte.

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Von
  • Annerose Zuber

Die anhaltend hohen Corona-Inzidenzwerte in der Stadt Hof sowie in den Landkreisen Hof und Kronach wirken sich inzwischen auf die Intensivstationen vor Ort aus. Vor allem in den Krankenhäusern Hof, Naila und Münchberg sei die Situation "extrem angespannt". Dies erklärte Markus Hannweber, Leiter der Integrierten Leitstelle (ILS) Hochfranken, auf BR-Anfrage.

Drei freie Intensivbetten in der Region Hof

Für Stadt und Landkreis Hof gibt es insgesamt nur noch drei freie Intensivbetten, der Landkreis Wunsiedel meldet noch sechs freie Betten. Der Großteil der Corona-Patienten müsse invasiv beatmet werden. Eine vergleichbare Lage habe es seit Ausbruch der Pandemie vor einem Jahr bisher kaum gegeben, so Hannweber.

Wegen der angespannten Situation wurden zuletzt bereits einige Patienten aus Hof und Marktredwitz in andere Krankenhäuser Oberfrankens verlegt. Zum Teil wurden sie aufgrund schwerer Krankheitsverläufe in Spezialkliniken gebracht. Durch die Verlegungen sollte Platz für weitere Patienten in der Region Hochfranken geschaffen werden.

Corona-Patienten werden verlegt, Operationen abgesagt

Außerdem wurden für Hof und Wunsiedel Operationen weitgehend abgesagt. Es werden nur noch dringende Fälle operiert, damit sich das Personal auf den Intensivstationen vorrangig um die Corona-Patienten kümmern kann. Nach Auskunft der Integrierten Leitstelle Hochfranken sind immer jüngere Menschen betroffen. "Wir haben auch schon 40- oder 50-Jährige auf den Intensivstationen. Hinzu kommt, dass deren Krankheitsverläufe schwerer und langwieriger sind", so Hannweber.

Situation in anderen Teilen Oberfrankens "nicht so angespannt"

Im Landkreis Kronach, der mit einem Inzidenzwert von 353,6 bundesweit aktuell den dritthöchsten Anstieg an Corona-Fällen verzeichnet, sind zwar alle Intensivbetten belegt. Die Patienten könnten aber noch in Nachbar-Krankenhäusern behandelt werden. Insgesamt sei die Situation im nordwestlichen Oberfranken "nicht so angespannt wie in Hof", erklärt Peter Kunzelmann, Leiter der Integrierten Leitstelle Coburg, die auch für Kronach und Lichtenfels zuständig ist.

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