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Kommenden Montag beginnt an den Universitäten ein besonderes Semester: Wegen der Corona-Pandemie werden Lehre und Forschung weitgehend online vonstatten gehen. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) äußerte sich dazu im BR-Interview.

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Zum Semesterstart: Minister Sibler testet digitales Lehren

Kommenden Montag beginnt an den Universitäten ein besonderes Semester: Wegen der Corona-Pandemie werden Lehre und Forschung weitgehend online vonstatten gehen. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) informierte sich dazu an der Uni Passau.

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Von
  • Martin Gruber

Am 20. April beginnt an den bayerischen Universitäten ein Semester, das es so noch nie gegeben hat: Lehren und Lernen werden wegen der Corona-Pandemie weitgehend online stattfinden. Der Bayerische Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) informierte sich dazu an der Uni Passau, wo am kommenden Montag etwa 12.000 Studierende in das neue Semester starten werden.

Sibler: "Uni und FH auf solider Basis"

Der Semesterstart nächste Woche werde ein ganz besonderer, so Sibler nach der Visite im BR-Interview. Kaum jemand sei an der Uni, trotzdem würden Lehre und Forschung stattfinden, weil vieles digital angeboten werde. Sibler sagte, er nehme hier gute Eindrücke mit. "Die Systeme laufen stabil. Gruppen bis zu 800 Personen können hier online bedient werden. Ich glaube, dass die bayerischen Universitäten und Fachhochschulen insgesamt auf einer soliden Basis stehen."

Minister hofft auf "Präsenzphasen"

Sibler betonte aber auch, dass Hochschulen nicht dauerhaft nur digitale Angebote machen könnten. Universität lebe vom Austausch und Dialog, so der Wissenschaftsminister. Er hoffe, dass man bis Ende das Semester auch "Präsenzphasen" hinbekomme.

Diskussion über "Zoom"

Sibler diskutierte über die Plattform "Zoom" mit Mitgliedern der Uni-Leitung, Dozenten und Studierenden über anstehende Aufgaben und Herausforderungen. Auch das Fortbildungsformat "Cyber-Cafe-Session" durfte der Minister ausprobieren. Datenschutzprobleme sieht Sibler dabei nicht. "Die Plattform Zoom war in letzter Zeit tatsächlich in der Diskussion, weil man nicht genau weiß, wie Daten abgegriffen werden. Diese Dinge sind aber mittlerweile geklärt. Selbst zunächst kritische Menschen sagen heute, Zoom erfüllt unserer Standards."

Unis im Notbetrieb

Mitte März hatten die Bayerischen Universitäten ihren Betrieb eingestellt. Weil sich die Hochschulen damals noch in der vorlesungsfreien Zeit befanden, betraf dies vor allem Prüfungen, Vorbereitungen und die Einschreibung ins neue Semester. Wann zur Normalität und damit zu Vorlesungen und Seminaren übergegangen werden kann, ist noch völlig unklar.